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2 (1923)
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Barchente. Stamete

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Mailänder = rund 1167 fl rh. Der Durchschnittspreis betrug also86 t6 4 ß, die Stückpreise stiegen von 8096 U . Die Sorten warenbezeichnet durch zwei Eosen (Preis 80 U ), eine Schelle (8096 U)oder mit zwei Schellen (9396 U ). 10 Tuche waren schwarz gefärbt,je 9 rot, braun und rosenfarben, 4 bleifarben, 2 aschfarben, 1 weiß.Das Halbstück kostete nach Frankfurt gelegt 14 fl 9 ß. x

Auf der Frankfurter Messe wurden sie fast regelmäßig von derGesellschaft feilgeboten, nicht immer mit Erfolg. 1497 waren alleWinkel voll, es blieben zwei Saum übrig, 1503 sollte man sie hingeben,damit sie nicht verdürben. Damals wollte man ihrer hinfür müßiggehen; aber 1504 und 1507 hatte man wieder in Frankfurt undNürnberg unverkaufte Stücke. 2

So schob man sie ab nach Antwerpen und Wien. Hier hatte man1511 75 Stück, sehr schlechtes Gewand. Mit je 8 rötlichen undbraunen hoffte man die anderen von der Hand zu bringen; in Ant-werpen war das braune Stück zu dunkel und nicht von fröhlicherFarbe. 3

Auch von Como kamen Stamete durch die Gesellschaft in denHandel. Man machte dort neben unbezeichneten auch solcheallaplana". Sie wurden mit einer Schelle oder mit zweien, mit eineroder zwei Eosen bezeichnet. Eine Sendung von 20 Tuchen kostetebis Nürnberg im Durchschnitt 32,33 fl, davon 2 braune mit 2 Eosenje 14y 2 fl, 4 mit zwei Schellen je 31 3 / 4 , 1 mit zwei Schellen allaplana 33,25 fl, 13 mit einer Schelle alla plana bis ins Schiff ge-legt je 32,71 fl. Ein andermal kostete ein feines Schellentuchim Stichgeschäft 36 fl. Weiter hatte man 1507 wohlfeile Tücher inComo zu 13 fl gewertet, man wollte aber dieser Ware hinfür müßiggehen. In Wien hatte man mehr Glauben an die Schelle denn andie Eose, man riet daher, in Como die Schelle darauf schlagen zulassen. Die Tuche wurden in vielen Farben hergestellt. Ich finde7 braune, 6 schwarze, je 5 aschfarbene und rote, 4 rosinfarbeneund je 1 gelb, gelbgrün, weiß und bleifarben. Sonst finde ichnoch in den Jahren 15001507 eine Ausfuhr von 7 Ballen und2 Saumlaste. Stamete und Tuche sind nicht immer genau ge-schieden. 4

Da die Ware so schlecht ging, ist es verwunderlich, daß die Schelerdie Erzeugung in Ulm begannen oder hatten sie bessere Geschäftegemacht? 5

Als ein leichter billiger Stoffein Gogelwerk", an dem man Geldleicht gewinne, galt in Genua derbrekrann", den man sich aberaus Flandern erbat. Da man ihn wieder trage, wünschte man zwei

1 3, 36. 42. 1507 kostete bis Como das ganze Stück 101 U 2 ß Mail., 3, 323.Das Schlagen und Färben der Tuche ließ die Gesellschaft besorgen. 2 3, 368.383. 389. 395. 3 3, 446. 453. * 3, 43f. 253. 281. 289. 310. 317. 319. 321. 322.456. ' Anton Tucher verwandterot stammet tuch" zu einem Hemde unterdem Wamse. Haushaltungsbuch, S. 126.

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