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2 (1923)
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82
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Neuntes Buch. Waren. I. Webwaren; 1. Kapitel. § 96

rauft!

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Schetter geschnitten (40 Schetter per Ballen). In der dritten Bech-nung gingen 21 Ballen mit 237 Stück nach Nürnberg, 201 Stücküber Isny nach Bavensburg, in der vierten 20 Ballen ( = 122 Stück)nach Nürnberg, 309 Stück (davon 84 roh) nach Isny, in der fünften

2 Ballen (= 22 Stück) nach Nürnberg, 73 Stück nach Isny. In derletzten Bechnung ist in Memmingen Ulrich Apoteger Empfängervon 80 Stück, in Wangen Hans Hinderofen für 144 Stück.

Es ist nicht uninteressant, hier auch über die Bezahlungsweisedes Jakob Eberhart Angaben zu machen. Während er den Webernkeine Vorschüsse gab und ihnen bar bezahlte, leistete die Gesell-schaft ihrem Agenten stets Vorschüsse. Die Zahlungen erfolgtenteüs in Bavensburg, teils durch Boten, teils auch durch Über-weisungen vor allem durch den Kemptener Geschäftsfreund GordianSutter oder den Memminger Gesellen Ulrich Geßler, wie den zuIsny Jacob Budolf und Heinrich Stüdlin. Alexius Hüleson hatte ammeisten mit der Prüfung der Bechnung zu tun, auch kam er öfternach Kempten. Die Zahl der Weber ist recht groß, in derselbenBechnung kommt wohl kein einziger Weber über 10 Stück hinaus.

Während bei Kempten die Produktion vielleicht noch zu einemstarken Teil von städtischen Webern herrührte, ist das sicher nichtder Fall bei den Webern in der Herrschaft St auf en. 1 Hier kann essich nur um bäuerliche Weberei handeln, deren Erzeugnisse, wie esscheint, zu Immenstadt der Schau unterlagen. Während rund einesJahres, November 1514 bis November 1515, kaufte der Vertreterder Gesellschaft Jörg Grat, der einer Weberfamilie angehörte, viel-leicht selbst Weber war, 336 Stück zu 1514 U . 2 Der Preis schwanktsehr, zwischen 13% und 19 ^, der Durchschnitt dürfte 16y 2 bis 16 3 / 4 £>ergeben. Die Zahl der Verkauf er ist gering, einer lieferte 39, ein anderer19 Stück, es waren wohl Zwischenhändler. Von den 336 Stücken gingen78 als rohe ungebleichte Ware an die Herren. Die Gelder erhielt Gratauf vielerlei Wegen, so von dem Amtmann der Bavensburger vonNidegg zu ölhofen, von Gordian Sutter, Jakob Eberhart. Auch hierwar ein Zoll von roher und weißer Leinwand zu entrichten.

Nach einer anderen schwäbischen Beichsstadt (Wangen oder Isnyvermute ich) führt uns eine Bechnung von 1503/04. 3 Angekauftwurden hier 126 Stück mit 562 Vorellen, die de primo 930 & 7 ß6 hl kosteten. Die Preise schwanken zwischen 11% $, für dieElle und 16 ,Sj, der Durchschnitt berechnet sich auf 13 5 /s -3) Geführtwurde diese Bechnung durch einen Gesellen, der Schwager vonHans Hinderofen und Linhart Kolb war. 93 Stück wurden in

3 Ballen nach Bavensburg gesendet, 33 in 3 Ballen nach Nürnberg.Über den Erwerb von I s n y e r, Wa n g e r und Stauf er Leinwand ist

in den Papieren auch sonst öfter die Bede, stärker interessiert unsder Absatz. In Spanien ging sie wohl meist unter dem Namen vonBavensburg oder Konstanz. Doch reden die Gesellen im inneren

1 1, 480. 505. 2 Vgl. 3, 460. 3 Vgl. 3, 460. ~~