Druckschrift 
2 (1923)
Entstehung
Seite
83
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Oberschwäbische Leinwand. Ankauf und Verkauf

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Verkehr wohl korrekter. Auf dem Transport von Genua nachValencia finden wir 1507 10 Ballen roh Staufer und Isner und1 Ballen weiß Isner. 1 1510 gehen nach Valencia in einer Sendungvom 19, August über Mailand 15 Ballen mit 329 Stück (davon 88von Kempten, 152 von Isny, 20 von Wangen, 22 von Staufen undsonst 23 Stück), in einer zweiten 2 Ballen weiß Wanger (41 Stück)und 5 Ballen Staufer (110 Stück) und 3 Ballen roher von Isny undStaufen (30 Stück), dann in einer dritten über Mailand 7 Ballenrohe Leinwand, darin 10 Stück Kempter (17% £ ( ), 40 Isner (18y 2bis 19), dazu 19 Stück Bavensburger und 8 Ballen weiße (20 Stückvon Wangen zu 17 ^, 44 von Kempten zu 17y 2 und 110 von Isnyvon 1820 ,3)). Das macht in 3 Monaten 40 Ballen mit 753 Stück. 2

Nach Saragossa ging 1474 auch etbche rot, blau, schwarz undgrau gefärbte Leinwand von Isny, 3 der Verkaufszettel Von 1506meldet den Verkauf von 164 Stück von allen vier Städten für532 t6 8 ß 9 £ x - An dem Ankauf sind nur 9 Personen beteiligt, anden Mauren Inse Xamna gingen 44 Stück, ebensoviele an PedroNavarro. Die Preise schwanken zwischen 4 /? 2 und 4 ß 9. 4

In Nürnberg hatten 1507 Kempter, die um 66 in 68 fl gingen,Wanger um 65/66 fl, Isner in ihrem Werte gute Frage, aber St. Gallerstanden mit 93 fl weit höher. Unter den Käufern von Kempterund Isner erscheinen sogar die Vöhlin. Das Land war in gutemWesen, und schliß man viel Leinwand; die Eekordanz fügte aberwarnend hinzu, man mache wieder Leinwand in Thüringen, Sachsenund im Lande Lausitz. 5 Ein weiteres Absatzgebiet lehrt uns derWiener Bericht kennen. Die Vöhlin, Besserer und Büffler gewannengroß Geld an Wanger und Kempter Leinwand. Bei Ankauf zurechtem Gelde könnte kein Mißtun sein, wie viel sie kauften. Vonden feineren Sorten von Isny will man einiges. 6

So blühend dieser Handel aussieht, so erweisen doch die spani-schen Register über das Dret real, die nun uns reichlicher vor-liegen als Häbler, sofort, daß der Leinenhandel der Gesellschaftungemein zurückgegangen war. Am stärksten gilt das für Barcelona.Häbler hat als Minimum der deutschen Leineneinfuhr das Jahr 1433mit 12 Ballen bezeichnet, das Maximum war 1435 220,1436 215 Ballen.

Die Berechnung der Anzahl der Ballen der spanischen Einfuhrist gar nicht so einfach; denn neben den faktischen Ballen rechneteman in Barcelona auch seit 1434/35 nach Normalballen von je10 Stück, aber leider ist wohl die Umrechnung nicht immer erfolgt.Man wird aber versuchen müssen, die Umrechnung, wo sie zu ver-muten ist, einzusetzen. Noch ist zu bemerken, daß 1433 eine Zoll-bestimmung eingeführt wurde, die für den Normalballen einenWert von 30 U, von 1435 ab einen solchen von 27 U einsetztet

Unter diesem Gesichtspunkte ergibt sich folgende Tabelle derEinfuhr der Humpis-Gesellschaft:

T Y, 305. 2 3, 35. 39. 43. 3 3, 8. " 3, 240. 5 3, 396. 6 3, 452.