Die Keformen im Schiffsbau
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man sehr sorgen um die kleinen, wenn sie allein sind. Und anderekann man nicht haben. Die kleinen haben die großen Schiffe ganzvertrieben." 1 1498 hatten die vier in Barcelona einlaufenden Nauseine Nutzlast von durchschnittlich 9000 Quintalen, die 28 Karavelenaber von nur 1150. 2 Die Größenverhältnisse, die man jetzt imSchiffsbau verließ, hat erst das 19. Jahrhundert wieder erreicht.
Hinderofen wollte jetzt von Valencia aus die in der Fastenzeitbesonders geschätzten Südfrüchte auf Karavelen nach Flanderntransportieren, während bei Sattler sich Erwägungen einstellenüber die Folgen der neuen Schiffe für das Versicherungsgeschäft.
Wie aber brachten die Karavelen solche Umwälzungen? DerSchiffsbauer hatte bis dahin nur die Klinkerbeplankung gekannt,bei der die Bretter der Schiffswand wie die Ziegel eines Dachesübereinandergriffen. Die sofort siegreiche Karavelbeplankung legtBrett an Brett, sicherte anderweitig die Wasserdichtigkeit undwendete damit die kleinen, aber während der ganzen Fahrt wirken-den Hemmungen ab, die die hervortretenden Schmalenden sämt-licher mit dem Wasser in Berührung kommenden Planken hervor-riefen. Kommt diese Beform von den romanischen Ländern, soübernahmen die Karavelen — wenigstens nach und nach — diegermanischen Viereckssegel und zugleich die Erfahrung, daß esnicht auf die Einheit der gesamten dem Winde ausgesetzten Segel-fläche ankomme, die Zerlegung der Segelfläche vielmehr die Ge-fahren der großen Segel bei plötzlich einsetzendem Sturme ver-mindere und zugleich eine geringere Zahl von Mannschaften für dieBedienung erfordere.
Mit der Nau Santa Maria mit vorwiegend nordischer Takelung,mit der gleichgetakelten Caravela Pinta und der noch nur lateinischerSegel sich bedienenden Caravela Nina hat Kolumbus die Ent-deckungsfahrt nach Amerika ausgeführt, ein Werk, das erst ebendurch die Fortschritte des Schiffsbaus möglich geworden war, wiedas neue Segelsystem überhaupt der Vorherrschaft der Galeerenim Bereiche der romanischen Nationen ein Ende bereitete.
Schiffe nordischer Eigentümer hat die Gesellschaft nicht benutztund hatte dazu auch keine Gelegenheit, denn die Schiffe der Ger-manen hatten noch keine häufigere Verbindung mit dem Mittel-meere. Vor allem hatten es die Bavensburger mit Spaniern zu tun,mit Katalanen und Valencianen und Biskayern, die als Seefahrerwie als Schiffsbauer auf der Höhe standen, 3 die Italiener aberfolgten dicht auf.
Für die Gesellschaft war die Verbindung zur See zwischen Genua,Bouc, Aigues-Mortes, Barcelona, Valencia, Bilbao, Flandern dieGrundlage ihres Handels. Dabei schied Bilbao aus, insofern dieserHafen nur direkt mit flandrischer Einfuhr zu tun hatte. Eine Linie,
1 3, 413 (1478). 2 Vgl. die Listen bei Capmany 4, 2. 25 ff. 3 Vgl. 3, 16. 89.305. Eine Keine von Schiffen erkennt man an den baskischen Namen.
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