Arten der benutzten Schiffe
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vielleicht von den Biscayern zuerst für rasche ozeanische Fahrtgebaut wurde, und der bergantino, italienisch brigantino. Es warein ziemlich kleines niederes Schiff, mit lateinischem Segel, das aberzur Aushilfe auch die Buder gebrauchen konnte; die Euderkraftder zwar sehr langen, aber schwachen Eiemen war nur schwach,auf jeder der 8—16 Bänke saß nur ein Euderer. Der bergantinowar auch ein Schnellschiff, für Forschungsfahrten geeignet, alsKundschafterschiff diente er öfters, der balanero war das beliebtesteSchiff der Seeräuber. Den balanero finde ich nur einmal von derGesellschaft benutzt, den bergantin namentlich in den älterenZeiten weit öfter, darunter auch ,,lo berganti d'Aigues mortes".In den bisher bekannten Teilen der Zollrechnungen findet sich keinFall, daß von Flandern nach Barcelona und umgekehrt BergantinsWaren trugen, wohl aber Walfischfänger (1473). Bei Walfängernund auch bei Barken gab es Mitte des 15. Jahrhunderts auch außer-ordentlich große Schiffe.
Das verbreitetste Segelschiff des Mittelmeers war die Nau (dasNef der westfranzösischen Schiffahrt, aus deren Umkreis siestammen soll), und gerade das wurde von der Gesellschaft ammeisten benutzt. Es ähnelte dem nordischen Koggen, war gleichihm ein mächtiges, schweres, hochbordiges Lastschiff mit hohemVorder- und Achterkastell, ein Fahrzeug, das wegen der riesengroßenlateinischen breiten Segel eine starke Mannschaft brauchte, es be-gnügte sich nicht mehr mit einem Mäste, von ihm rührt vielmehrder Besammast her, ja bald war es Eegel, neben dem großen Mittel-maste auf jedem Kastell einen kleineren aufzupflanzen. Der nor-dische Kogge wurde in seinen Formen übertrieben zur Carracka,der caraque der Eomanen. In den Zollregistern ergibt sich dieForm der Nau als die am häufigsten von der Gesellschaft be-nutzte, fast fünfzigmal wird sie genannt. Als Heimatsort wird beieinigen Nizza, Biscaya, Kastilien, Neapel und Genua angegeben.Sie fuhren auch bis Flandern, wie ja im Zollbuch auch naus deFlandes erwähnt sind. 1 Der große Nachteil dieser Schiffe war,daß sie vom Winde fast völlig abhängig waren, gut liefen sienur, wenn der Wind von achtern das Schiff unmittelbar seinemZiele zuschob.
Die sich daraus ergebende Unpünktlichkeit der Schiffahrt war beidenjenigen Schiffen vermieden, die ihre Hauptbewegungskraft ausden Armen der Euderknechte gewannen und die Segel nur beigünstigem Winde benutzten. Zu den Naus sind wohl auch die„leny" zu rechnen, die nur in der ältesten Zeit sich finden.
Eine sehr alte Form war die saetia, ein niedriges, auf möglichsteSchnelligkeit berechnetes Schiff, das seinen Antrieb von 24 bis100 Eiemen erhielt. Diese sagitia finde ich nur einmal im Mittel-meer benutzt. _________________________________________
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