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2 (1923)
Entstehung
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48
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48 Achtes Buch. Handelswege. Transportwesen. Versicherung. 1.2.Kap. §90.91

schnitt von 11,2125 fl an Transportunkosten, Zölle eingeschlossen.Das macht für den Kilometer 0,01739 fl, also auf 1000 km 17,4 fl.Es bestätigt dieses Ergebnis die Tatsache, daß im Mittelalter (undauch bis zur Einführung der Eisenbahnen) nur hochwertige Warenvon geringem spezifischem Gewichte den Transport über weiteStrecken ertrugen, ohne eine sehr starke Preiserhöhung notwendigzu machen.

Die Gesellschaft legte auf billige Transportkosten den höchstenWert. „Wo ein Ding mit den mindesten Kosten zugehen möchte,wäre es das beste." Auf Verschwiegenheit der Fuhrleute wußte dieGesellschaft, daß sie sich nicht verlassen könne. 1 Wenn man sichaber der Vorstellung hingeben würde, daß stets an allen Zöllen dieBallen aufzubinden gewesen wären, so würde das weit gefehlt sein.Die Zöllner begnügten sich meist mit den Erklärungen der Fuhr-leute und ihrer etwaigen Begleiter von der Gesellschaft, mindestensbei den eingeführten Gesellschaften, mit ihrem Worte, unter Um-ständen mit dem Eide, aber es kamen auch Proben vor. Der Zoll-betrieb war viel nachsichtiger, als man wohl annehmen möchte.Auch die weitverbreitete Vorstellung, daß die Zölle die Waren aufgrößere Entfernungen auf das Doppelte, ja Dreifache getriebenhätten, erweist sich für wertvolle Waren als ein Irrtum. Das isteine nicht unwichtige Erkenntnis.

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Zweites Kapitel

Der Transport auf dem Meere

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§ 91. Häfen. Genua, Sanpierdarena, Villefranche, Byssa, Bouc, Lage undBedeutung. Ebenso Aigues-Mortes. Ausdehung Frankreichs. Marseille. OollioureSpanische Ostküste: Barcelona und andere katalanische Häfen. Tortosa. Grao vonValencia, Denia, Alicante. Alamata auf Iviza. Bilbao. Bayonne. Sluis, Middel-burg, Antwerpen. Grundsätze der Gesellschaft. Corsaren. Grünenbergs Mittelmeer-fahrten.

Von den Geliegern der Gesellschaft lagen Venedig, Genua, Avignon,Barcelona, Valencia und Brügge (später Antwerpen) entweder amMeere selbst oder hatten doch ihre abhängigen Hafenplätze. Venedigkam schon wegen seiner Handelspolitik für die Verschiffung derWaren der Gesellschaft kaum in Frage, da sie dem Fremden zur Seenur die Wareneinfuhr gestattete, nicht die Ausfuhr. Zwischen allenanderen Häfen aber haben die Bavensburger an dem bestehendenSchiffsverkehr sehr regen Anteil genommen, ja wahrscheinlich darfman sagen, daß bis 1480 kein deutsches Geschäftshaus so stark denWarentransport von dem Mittelmeer nach Flandern und umgekehrt

* 3, 169.