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2 (1923)
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39
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Transportorganisation. Spanien, bis Frankfurt und bis Antwerpen 39

Von Genf oder Bern ging auch manches für die Frankfurter Messeauf dem Bhein hinab, doch wurde erst in Basel ins Schiff geladen.So überantwortete 1478 Hans Lamparter in Genf 3 Faß (mit8 Ballen Ortsafran) an Jakob Ingold (von Straßburg) und AndreasBischoff (von Basel), damit sie es mit ihrem Gute den Bhein hinabfertigten, man solle ihnen den Fuhrlohn zahlen. 1 Möglicherweisehat aber der Geselle Wilhelm Bichenbach die Waren den Bheinhinabgeleitet. 2 Auch ein anderes Mal stand seine Hilfe in Frage,aber man wollte doch lieber den Straßburgern oder Baselern denSafran anvertrauen. 3 Im nächsten Jahre sandte Klaus Frauenfeldvon Genf 2 Faß (mit 8 Ballen Ortsafran) nach Basel, offenbar mitder gleichen Bestimmung. 4 Im folgenden Jahre kamen wieder2 Ballen von Genf, Basel, Straßburg den Bhein hinab (darin5 Ballen Safran und 1 Ballen Korallen). 5 1503 sandte der von Lyonbei einem Fuhrmann 2 Ballen Safran nach Frankfurt, und zwarging dieses Mal die Last den Landweg, der Fuhrmann Peter Betelinsollte wenigstens ,,Fuhrlohn" erhalten. 6 Es war damals die Schiff-fahrt fast völlig räumlich geteilt, Baseler fuhren bis Straßburg,Straßburger von da bis Mainz und wohl auch Frankfurt. 7

Auch von Norden her wurde der Bhein für die Fahrt benutzt,jedoch nur bis Mainz. Wir haben noch eine Bechnung über 3 Stück(1 Kiste, 1 Korb, 1 ?). Sie gingen von Brügge nach Antwerpen zuSchiff, dann wurden sie nach Köln gefahren. Dort auf das Schiffgelegt, gelangten sie nach Mainz. 8 Bin andermal gingen von Ant-werpen nach Bavensburg zu Schiff den Bhein hinauf 2 Ballenholländische Leinwand, 3 Ballen Arras und anderes Gut. 9

Leider ist sonst das Material für die Landverbindungen vonKöln und Antwerpen mager. Von der Frankfurter Messe führte1503 Jakob Mingroß 1 Ballen Schamlot und 1 Sack nach Köln,Klaus von Flerzheim 1 Ballen Samt und Schamlot gen Köln. 10

Offenbar war Köln der Umschlagplatz für die Waren, sie gingendort durch die Vermittlung des dortigen Beauftragten der Gesell-schaft an andere Transporteure über. Auch darüber haben wirwenige Nachrichten. In Neuß war 1 Terling Tuche arrestiert,Hans Kloter machte sie los und zahlte ihn nach Köln zu führeniy 2 fl. Zugleich waren 2 Ballen, die der Kömer losmachte, in Kassel(wohl das bei Düsseldorf) angehalten worden. 11

Von Flandern und nach Flandern wurden aber auch Waren aufweite Entfernungen zum Landtransport übergeben. So in Genfein Ballen Korallen. 12 Selbst für Valencia bestimmte Waren gingenmitunter den Landweg. So wurden in Antwerpen 3 Ballen Arrasund 7 Ballen Leinwand dem Fuhrmann Glaido Boschon nach Lyonaufgegeben. 13 Von Genua kamen eines Tages nach Antwerpen „bei

1 3, 339. * 3, 87. 3 3, 126. " 3, 339. 6 3, 352. 6 3, 382. 7 Straub inSchriften d. Ver. f. Gesch. des Bodensees 41, 70—72. 8 3, 425. 6 3, 436, vgl.auch 432. 10 3, 381. " 3, 335. 12 3, 126. 13 3, 435.