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2 (1923)
Entstehung
Seite
37
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Transportorganisation. Von Genf bis zur Khonemündung und Saragossa 37

Aus den Zeiten, wo die Gesellschaft ihr Gelieger in Avignon undihren Posten in Bouc-Martigue aufgelassen und dafür sich nachAigues-Mortes, westlich der Ehonemündung gewandt hatte, liegtkein Zeugnis vor.

In Lyon zweigte der Landweg nach Saragossa ab, und da war manauf spanische mulateros angewiesen. Wir haben Nachrichten über fünf.

Der am meisten genannte Pedro de Barankes war ein gefähr-licher Mensch. Schon 1474 schreiben die Herren, man solle sichvor ihm hüten und nicht zu viel Geld ihm leihen, ja seiner müßigzu gehen, und wieder, Philipp (ob Fechter in Lyon?) soll mit ihm einswerden. 1 Und in der Tat scheint das gelungen zu sein. Gillem Betz,Pedros Knecht, brachte Briefe und Waren ein und aus. 2 EinemSt. Galler Kaufmann ging es 1479 übel. Hochreutiner reiste selbstmit einem Gesellen nach Aragonien, um seinen Diener Kapfmannfreizumachen. Und die Bavensburger kamen zu dem Entschlüsse,nicht viel Gutes zusammenzuführen und immer das Geleit (denGeleitsbrief?) dabei zu haben. Ob Barankes bei dieser Sache eineBolle spielte, wird nicht gesagt. 3 1480 aber hatte Barankes von derFrauen — unter der wohl Madeleine de France, die Witwe Gastonsvon Foix zu verstehen ist — ein „marckt" (marca) von 5000 V aufdie deutschen Kaufleute erlangt, eine Abgabe für erlittenen oderdoch angeblich erlittenen Schaden, eine Abgabe, die in den Pyre-näen und den großen Besitzungen der Foix leicht einzutreiben war,wenn sie dort als Zoll erhoben würde. 4 Er wollte nun mit den ein-zelnen Kaufleuten ein Abkommen treffen, und wandte sich zuerstan die Bavensburger und sicherte sie vorläufig bis Weihnachten(also auf rund 6 Monate). Aber man traute ihm selbst da nicht,„denn er ist ein verdorbener Mann und ein Bube". Noch kräftigerdrückt sich Hans Hinderofen aus: „Er ist ein verdorbener Bube,der es nicht läßt, er wird eine Tat tun. Gott behüte uns und allefrommen Leute vor ihm. Ein Strick wäre der rechte Lohn, daßman ihn henkte." Man besorgte, daß er das Gut nehmen werde.Ja, wenn man ihm Geld gebe, werde er von Stunde an ebenso bösesein als vorher. Man solle, wie bisher, mit guten Worten ihn be-handeln und nicht viel Gut miteinander gehen lassen, insonder inder Gascogne. Man solle nach Weihnachten ihn mit 1—10 fl zuweiterer Bürgschaft veranlassen. Auch mit einem allgemeinen Ab-kommen war man einverstanden. Aber auf die Verpflichtung, ihmLasten zuzuweisen, solle man sich nicht einlassen.

Die Ankenreute ließen ihre 7 Ballen Safran weit umgehen trotzder hohen Kosten, und Barankes ließ auf sie stellen, doch sie ent-kamen. Die Bavensburger schickten einen der Ihren mit denWaren, die er, wenn er in die Berge käme, wohl zu teilen hatte.

1 3, 14f. 20. 2 Er führte einmal 3 cargas, dann 2Ballen, 4 Ballen und 1 fagotund Briefe.. 3, 118. 157 f. 160. 208. Perolet de Barankes in Nr. 20. 8 3, 132f.4 3, 170. 179. 182. 191. ...

HH