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2 (1923)
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Transportorganisation. Deutschland. Eidgenossenschaft

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Nürnberg noch. 8, Bavensburg—Frankfurt 6, Eavensburg—Ulm 4.Doch, ist besonders hervorzuheben, daß in Ulm ein Kommissionärwar, der für den Weitertransport sorgte (Werli). Auch gingenFuhrleute direkt von Lindau nach Frankfurt (2) und nach Nürn-berg (1). Auf der Eoute Wien—Nürnberg finde ich einen.

In das Fuhrmannsleben führt vortrefflich ein das Zeugenverhörüber die Nähme von Aub. Der Fuhrmann Hammann von Frank-furt hatte einen Knecht und fuhr mit zwei Wagen in der Wagen-kolonne von vieren. Hammann suchte wenigstens das Faß Safranzu retten, das der Gesellschaft gehörte. Aber Junker Jörg Truchseßvon Baldersheim ließ sich nicht erweichen. Es ist eine lebhafteSzene uns da entworfen. 1

Eine fast ebenso wertvolle Quelle besitzen wir für den Transportzwischen Eavensburg—St. Gallen und Genf in den Briefen an dieZöllner und Geleitsleute in Kloten, Aarburg, Lenzburg und Baden. 2Für die Zeit vom 22. Februar 1481 bis zum 26. Juni 1484 ergebensich für die Eoute Eavensburg—Genf 3 Transporte (zweimal Nab-holz, einmal Michel Gabler von Biberach) mit 40 Ballen Leinwand.Erheblich größer ist der Transport von St. Gallen—Genf, dochgingen da auch Waren Nürnberger und Eavensburger Ursprungsmit. Ich zähle 12 Transporte (zumeist von Haus Huber, demKarrer von St. Gallen, ausgeführt, zum Teil begleitet von Nabholz)mit 177 Ballen Leinwand und einem kleinen Ballen (davon 23 alsEavensburger Leinwand bezeichnet), 14 Fäßle Nürnberger Waren,4 Ballen Kupfer und Draht und einem sonst. Die Waren wurdenauf Karren geführt, ein Karren trug bis zu 12 Ballen Leinwand,einmal gingen drei Karren miteinander.

Bei der Fahrt von Genf nach Eavensburg (und St. Gallen) fehltmeist die Angabe des Inhaltes, aber auch einmal das Quantum.Es sind 21 Fahrten, und daran sind Fuhrleute von Eavensburg(wie Nabholz, Schlegel), St. Galler wie Huber, aber auch solchevon Kloten und Lenzburg, wie von Buchhorn beteiligt. Ich zähleim ganzen 30 Fässer und Fäßle sowie 8 Ballen. Unter den Warenwird öfter Safran genannt.

Von dem Agenten in Bern kamen 3 Sendungen mit 7 Fässern.Der Transport ging durchaus auf Karren oder Wagen, diese gingenlangsamer als jene. 8

Die Transportdauer ergibt sich in einigen Fällen. Von St. Gallenging eine Karre ab am 4. Juni in Genf, sie kam am 16. an; vonEavensburg ab 6. Juni, in Genf am 18. Juni. 4 Es handelt sich umeine eilige Fahrt. Gewöhnlich gingen die Karrer von St. Gallenund Eavensburg nach Genf in 12—14 Tagen. 6 Die Eechnung desKommissionärs in Bern zeigt deutlich seine Tätigkeit für dieTransporte. 6 In Genf war entweder ein Geselle anwesend oder einKommissionär.

1 Vgl. 3, 379 f. 2 3, 202—206. 3 3, 128. 201. * 3, 201. 6 3, 224. «3,194—196.