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2 (1923)
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32
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32 AchtesBuch. Handelswege. Transportwesen. Versicherung. 1. Kapitel. §88

linie noch nicht viel weiter entfernt war als in Oloron, wendete sichder Weg nach Nordosten über St. Martory auf Toulouse zu und vonda nach Lyon. Der ganze Weg von Saragossa bis Toulouse war dieeinzige alte EÖmerstraße, die über die Zentralpyrenäen führte. Imeinzelnen mag von derEoute abgewichen worden sein, auch mag manweiter nördlich von Oloron nach Toulouse gezogen sein. Man durch-wanderte auf dem Marsche über Lannemezan die HerrschaftenBearn, Bigorre, Comminges, das Toulousain, um in ein anderesSafrangebiet zu gelangen, das Albigeois.

Bearn und Bigorre waren aber 1479 in dem Besitz von FranzPhoebus von Foix, auf den auch von seiner Mutter her das König-reich Navarra überging. Für ihn führte zunächst Madeleine vonFrankreich die Herrschaft. Sie erteilte der Gesellschaft 1480 gegenhohe Gebühren auf zwei Jahre einen Paß. Der Weg war weit unddaß er unsicher war, beweist mehr als eine Angabe. 1478 war bei„sant P6" eine Wegnahme geschehen, 1 1480 war schon wiederzwischen Saragossa und Toulouse und zwar wiederum zu SantafeySafran weggenommen. 2 Es war auch da wieder unsicher in denBergen. 3

Einen anderen Weg gibt eine genaue Anweisung für die Fahrt vonSaragossa bis Toulouse, die Klemens Ankenreute der Jüngere unterdem Gesichtspunkte machte, den Safran möglichst billig fortzu-bringen. 4 Zunächst wurde der Weg nach Barbastro benutzt, von denOrtsnamen kann ich wieder finden Villa mayor, la Perdigera, Alcu-biere, Pohfiino, Peralta. Nun wäre man auf zwei hohe Zölle von Bar-bastro gekommen, den von Sarinena und Barbastro, die zusammenerhoben wurden, so bog man vorher ab nach Puzan de Vero und er-reichte entweder östlich Puebla de Graus in der Eibagorza den Wegvon Barbastro oder man fuhr nach Nayal, wo man das Salz mache, dortfinde man genug Fuhrleute für Benasque. Hier stand man am Fuße desMaladetta, des höchsten Berges der Pyrenäen (Pic d'Aneto 3404 m),westlich von ihm, im Port de Alta, wollte man über die Wasser-scheide, damit kann nur der Port de Benasque (2417 m) gemeintsein. Klemens riet da auf Maultier oder Eoß nur einen Ballen zulegen, denn der Berg ist hoch und große Sorge dabei. Am Nordfußeist als Station nur Bagneres de Luchon genannt, dort finde man genugMaultiere bis Toulouse, örtel sagt auf dem Berge zwischen Benasqueund Bagneres gebe es keine Herberge. Doch stand auch vor Benasqueein anderer Weg zur Verfügung, der durch die Nordwestspitze Kata-loniens, also auch durch das dortige Zollgebiet führte. Es wird derWeg als durch Camp Dara gehend bezeichnet, und damit ist esgegeben, daß dieser Weg über sehr hohe Pässe südlich des Picd'Aneto und dann über den Port Viella (2424 m) in das zu Kata-lonien gehörige oberste Garonnetal gelangte, das Val d'Aran, undvon da bis Toulouse dem Laufe des Flusses, zum Teil durch enge

1 3, 78. 94. 3 3, 159. 166. 3 3, 223. * 3, 371—377. Dazu auch örtel.

Will