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26 Achtes Buch. Handelswego. Transportwesen. Versicherung. 1.Kapitel. § 87
Ihn geben uns zwei Quellen an das Büchlein Sebald örtels unddie von Wolkenhauer veröffentlichte Itinerarrolle. 1 Und da be-ginne ich mit Eavensburg, Buchhorn, Meersburg (dafür W. Mark-dorf, Meersburg), über den See, Konstanz, Steckborn, Stein, Schaff-hausen, Eafzerfeld, Kaiserstuhl (dort Eheinübergang), Baden. DieseLinie, die für Fußgänger und Eeiter sicher bequem war, setzte sichdadurch, daß sie zunächst dem Eheine folgte, vom linken auf denrechten Flügel und überschritt den Jura möglichst weit westlich.
Zum Teü war die Strecke identisch mit einem Wege, der am Endedes 15. Jahrhunderts auf Betreiben von Nürnberg, Ulm, Biberachund Schaffhausen mit den Geleitsherren vereinbart wurde. Er verließdie Straße Nürnberg—Eavensburg schon im Biberach und ging imGeleite der Landvogtei nach Westen über Buchau, Saulgau nachOstrach. Dort begann das gräflich Werdenbergische Geleite. VonPfnllendorf bis Schaffhausen lief die Straße im Geleite der GrafschaftNeuenbürg über Stockach am Fuße des Hohentwiel vorbei, im Ge-leite der Grafen von Sulz dann weiter bis Kaiserstuhl, wo das Geleiteder Eidgenossenschaft begann. Konstanz hatte sich vergebens diesemSysteme widersetzt. 2
Dieser Weg war für die Gesellschaft nicht in allen seinen Teilenbrauchbar, wohl aber ließ er sich erreichen, wenn man über Mark-dorf nach Überlingen und dann um das Ende des Überlinger Sees fuhrund in Singen auf die Nürnberg—Schaffhausen-Eoute einbog. Fuhrman aber nach Stein am Ehein weiter, so konnte man nach Um-gehung des Bodensees (Untersee) auch nach Kloten kommen.
Jene Wege, die die Glatt zwischen Eglisau und Kloten über-schritten, um nach Baden zu gelangen, lasse ich beiseite, sehr gutkönnen sie nicht gewesen sein und angeführt finde ich sie auch nicht.
Auch die Verbindung Kloten—Baden ist mir nicht genau be-kannt, obwohl sie sicher benutzt wurde. Aber es gab noch eine zweiteFortsetzung von Kloten: Über Zürich nach Baden, oder über Zürich—Bremgarten—Meilingen.
Der Eavensburger Gesellschaft standen also zu dem Ziele Boden*see viele Wege zur Verfügung, doch ließen sich nicht alle vier Zoll-stätten Kloten, Baden, Meilingen und Lenzburg zugleich umgehen.Nun bestand der alte, dann aber von den Eidgenossen heftig be-strittene Gebrauch, daß wer in Kloten ein Wortzeichen für erhalteneZollzahlung bekommen, in Baden und Bremgarten nichts zu ent-richten hatte. 3 In der Zeit unserer ausgezeichneten Quelle der Zoll-briefe von 1481 bis 1484 bestand aber der Gebrauch noch aufrecht.
Alle St. Galler Transporte, die in den Zollbriefen aufgeführt sind,berührten, wie es ja fast unvermeidlich war, Kloten; die von derNordseite des Bodensees kommenden nennen nur dreimal Kloten
1 Hansische Geschichtsblätter 14, 151—195. 2 Über den Weg, Schulte 1,494. Schriften d. Ver. f. Gesch. des Bodensees 30, 540. 3 Vgl. darüber Schulte 1,494, und Frey.