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2 (1923)
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Verkehrswege. Italien. Eidgenossenschaft

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hinausgriff, und in solothurnisches, das ebenfalls den Fluß über-schritt.

In dieser großen Verkehrsrichtung vom Bodensee zum GenferSee liegt das mittlere Stück völlig klar, die Überquerung der sichzur hydrographischen Pforte der Schweiz zusammenschiebendenFlüsse. Der Juradurchbruch selbst, also die Linie von Brugg buWaldshut, spielt im Handelsleben dieser Eichtung keine Bolle,denn sie stieß senkrecht auf den Südflügel des Schwarzwaldes.Der Verkehr überschritt nicht bei Windisch die Beuß und beiBrugg die Aare, sondern vom Bodensee kommend fast aus-nahmslos bei Baden die Limmat, bei Mellingen die Beuß und beiLenzburg die Aare, ging dann südlich von Aarau vorüber bis zur.,Kreuzstraße" südlich von Aarburg, trat also nicht auf das rechteAareufer hinüber.

In diesem Gebiete erfaßte das althabsburgische Zollsystem durchZölle und Geleite sowohl die Ausstrahlungen des Gotthardpasseswie die Eichtung BodenseeGenfer See. Aber diese machtvolle'Stel-lung der Habsburger war zertrümmert, und nun unterstand der Zollvon Baden der Verwaltung der Geleitsherren der acht Orte, der Zollvon Meilingen ebenso. Da er aber nie erwähnt wird, ging der Verkehrwohl von Baden nach Lenzburg vorüber, oder wurde in Mellingennur Zoll von denen erhoben, die in der Eichtung BaselLuzernvorbeikamen. Auf den eidgenössischen Tagsatzungen wurde überdie Verteilung der Gelder wie über die Verwaltung entschieden. DerLenzburger Zoll aber unterstand Bern.

Der Zoll zu Kloten, ebenfalls ursprünglich habsburgisch, warnach Osten auf dem Wege nach Winterthur diesem Systeme vor-gelagert. 1 Und die Fortsetzungen sind auch mehr oder wenigerklar. Einmal ging es weiter über Frauenfeld nach Arbon amBodensee und von da nach St. Gallen, wie von Frauenfeld überPfyn nach Konstanz. Wer von Konstanz oder St. Gallen kam,mußte über Kloten fahren, er konnte nur auf weiten Umwegendiesen Zoll umgehen.

Sehr viel schwieriger ist es nun, die Verbindungen festzustellen,die die unterhalb des Bodensees gelegenen Eheinübergänge dar-boten, also Stein am Ehein, Diessenhofen, Eglisau und Kaiserstuhl.In der Zeit, da Stein von Zürich abhing (von 1459 an), gab man viel-fach in Stein den Fuhrleuten die Weisung, nach Kloten zu fahren,also über Andelfingen. Das wäre gar nicht nötig gewesen, wenn nichtnoch andere Wege, die Kloten vermieden, vorhanden gewesen. Undrichtig bemerkt ein Zusatz zum Klotener Zolltarif, daß das bei Ober-Glatt, Hochfelden und Glattfelden geschah, also auf der Strecke biszum Eheine bei Eglisau an drei Punkten. 2 Aber auch jenseits desEheines ging ein vielbenutzter Weg.

1 Vgl. Frey, Walter, Beiträge zur Finanzgeschichte Zürichs im Mittelalter,Dissert. phil. Fak. Zürich 1910, S. 8894 und XXXXII. 2 Frey, S. XXI.