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24 Achtes Buch. Handelswege. Transportwesen. Versicherung. 1. Kapitel. §87
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ihm dann die Via Amerina und von da an bis Florenz die Via Cassiazur Verfügung. Er brauchte vom Adler bis Mailand 16 Tage. Imganzen erforderte die Eeise 93 Tage, sie war spätestens am 13. De-zember angetreten worden und endete am 15. März.
Die Berechnung der einzelnen Posten der Eechnung ergibt
Warenpreis .'....... 1324 Duk. 59/? 6,5,
Provision und Consulgeld 18 „ 102 ß —,3,
Unkosten der Verpackung 4 ,, 12/?—,3,
Fuhrlohn......... 28 „ 90/?— .3,
Zoll ............ 34 „ 60 ß — ,3,
Unkosten des Käufers 24 „ 74 ß —,3}
1434 Duk. 67/? 6,3,
Da der Transport nur bis Florenz berechnet ist, setze ich zu denSpesen noch einmal denselben Fuhrlohn ein, dann hätten die Un-kosten bis nach Mailand zwischen 9 und 10 % des reinen Waren-preises erreicht.
Für die eigentliche Eidgenossenschaft handelt es sich nur um dieWege, die von St. Gallen, Eavensburg und Konstanz nach Genfoder vielmehr vorher nach Lausanne eingeschlagen werden konnten,denn über den St. Gotthard gingen — soweit das festzustellen ist —nur selten Waren der Gesellschaft. 1 Der Weg von St.Gallen mußte sicherst aus den Alpen entwickeln, die von Eavensburg und Konstanzmußten sich durch die niedrigeren Vorberge und Vorhügel ziehen,um oberhalb der hydrographischen Pforte der Eidgenossenschaft dieAare zu erreichen, in deren Bereich die Fuhrleute dann rechts oderlinks des Flusses aufwärts ziehend die Höhen des Waadtlandes zuerreichen und zu überwinden hatten (s. Kartenskizze oben 1, 8).
Die von mir dann von Bauers entworfenen Karten gaben keinvollständiges und kein definitives Bild. Ein solches Ueferte für einenTeil der Straßen des bernischen Gebietes Audehat, nicht aber für dieöstlichen Fortsetzungen. 2 So bleiben gerade im Gebiete zwischenAare und Bodensee Unklarheiten zu beseitigen. Hier soll unsereAufgabe es sein, die durch die Briefe an die Zöllner 1481—1484gelieferten Angaben zu einem klaren Bilde zu vereinigen. 3 Es istdas ein für die Gesellschaft sicheres Bild; denn die Zollbriefe be-handeln doch wohl alle Warensendungen.
Man durchschnitt damals von den drei Ausgangspunkten: SanktGallen, Konstanz und Stein am Ehein aus zunächst noch Eeichs-boden, kam dann in die Gebiete von Zürich, trat in den Aargau ein,der seit 1415 den Eidgenossen unterstand, die ihn nur zum Teileverteilten, kam dann in bernisches Gebiet, das auch über die Aare
1 Es geschah mit Rücksicht auf politische Verhältnisse. 3, 323. 2 Verkehrs-straßen und Handelsbeziehungen Berns im Mittelalter. Berner Dissert. 1921.3 3, 202—206.
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