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6 Siebentes Buch. Krisen. Gesellschaften Ausgeschiedener. Konkurrenten. § 85
Ehinger. Wolf am Graben in Spanien. Geschäfte. Streit. Beziehungen zur Gesell-schaft. Gesellschaft Besserer-Hillenson.
Das Ausscheiden der Mötteli entzog der Gesellschaft sicherlichsehr viel Hauptgut, aber anscheinend nur wenige Genossen; dieKrisis des Jahres 1477 nahm ihr dafür eine Anzahl von erfahrenenund bewährten Gesellen, und die neue Absplitterung, die Ankenreute-Gesellschaft, blieb länger bestehen, erst 1510 löste sie sich auf, undeine Eeihe der Teilhaber kehrte zur Muttergesellschaft zurück.
Der Anlaß und der Verlauf der Krisis ist uns genauer bekannt.Eine Gruppe forderte die Trennung, aber etliche brachten es zueiner Vergleichs Verhandlung, in der der Stamm vieles nachgab, manwurde auch Stück für Stück eins. Dann aber forderte die Gruppe,daß die von Philipp Wiesland in Valencia betriebene Bodega vonder Gesellschaft übernommen würde. Die Gesellschaft, die schoneine solche — wohl mit Beschränkung auf bestimmte Waren — be-saß, wollte das nicht tun, um ihren eigenen Kunden nicht vor denKopf zu stoßen. 1 An der Bodega scheiterte die Einigung.
Führer waren Klemens Ankenreute, eine in der Gesellschaft hochangesehene Person, Meistor Diepold Bucklin, den seine Gegner alseinen Zappler bezeichnen, Hans Wiesland, Philipps Vater, dannHans Täschler und ihnen folgten ihre Söhne, vielleicht noch andere.
Der stärkere Best vereinte sich erneut auf sechs Jahre und schloßmit den Ausscheidenden einen Vertrag ab, der später große Händelhervorrief. Der Stamm meinte die Gesellen nach der GesellschaftOrdnung behandeln und ihnen ihre Einlagen in 7 FrankfurterMessen also in 3% Jahren auszahlen zu können. Das hätte erst lang-sam der neuen Gesellschaft Hauptgut zugeführt, aber auch dieandere Seite hatte Gründe sich für eine andere Lösung zu erwärmen.Bei den wilden Läufen scheute man die Verpflichtung zu so großenMeßzahlungen, auch hielt man dafür, daß, da Barcelona wiederoffen sei, man das Gelieger zu Saragossa eingehen lassen werde unddann die Safrananlegung in Aragon von Barcelona aus erledigenkönne. Das war weit gefehlt; denn der Handel in Barcelona lebtenicht recht wieder auf, und schon fast sofort entschloß man sich,Saragossa doch in bescheidenem Umfange beizubehalten.
Aber die Entscheidung war schon getroffen. Der von Hans Täschlerfür die Bechnung festgestellte Wert des Geliegers von Saragossaeinschließlich der guten Schulden erreichte die ungefähre Hohe derEinlagen der Ausgeschiedenen. Also wurde ihnen diese Masse vonWerten zugewiesen, auch das, was Täschler bei der Heimreise gleichvor der Stadt an Waren angetroffen hatte. 2 Die eigenen Verpflich-tungen der Bechnung, die sich auf 1357 U 13 ß 8 £\ beliefen, solltendie Ausgeschiedenen bezahlen. Die Sache wurde dann aber nochdadurch verwickelt, daß Gelieger Saragossa an Gelieger .Valencia697 U Valenzer zu ersetzen hatte. Nun waren im Laufe der Bechnung
1 Unten 3, 53 f. Zur Sache oben 1, 294 und 344. 2 Unten 3, 61 f.
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