Bern. Freiburg im Üchtland. Zürich. Luzern
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Gesellschaft bei ihren Freunden in Eom ihm einen Kredit bis 100 flzu verschaffen. 1 Die Gesellschaft erklärte sich offenbar dazu bereit. 2
1479 wandte sich im Januar die Stadt Bern an Bavensburg, dannan die Verwalter der Jos Humpis-Gesellschaft, wie auch an andere,da Bern in Nürnberg durch den Eatsboten Hans Bentz Schuldenzu begleichen habe, ihr wegen der Unsicherheit der Straßen einenWechsel nach Nürnberg zu geben. 3
Doch wichtiger ist das politische Eintreten Berns beim Königevon Frankreich, das an anderer Stelle zu behandeln ist. Wennspäter Bartholomäus May der Vertreter der Welser-Vöhlin wurde,andere Oberdeutsche, wie Hans Kleeberger und Meuting, um-gekehrt Berner Bürger wurden, so haben doch die Eavensburger,soweit wir das sehen können, zuerst die politische Stellung, welcheBern in Savoyen und Frankreich gewann, für ihren Schutz in diesenLanden auszunützen verstanden.
Freiburg im Üchtland hat in seiner wirtschaftlichen Blütezeitschwäbische Händler in großer Zahl angezogen, aber für die Eavens-burger Gesellschaft ist weder ein Einkauf der dortigen Tuche, derenHauptmasse 1491—1524 von den Welser-Vöhlin eingekauft wurde,um nach Venedig und in die „Heidenschaft" verkauft zu werden,nachzuweisen, noch hat sie Sicheln aus Wangen, Kempten undIsny dorthin verbracht, das überließ sie wohl den heimischenSchmieden. 4 Und doch war vielleicht ein Freiburger Bürger, JohannStrosack, für sie in Barcelona tätig, den man in Barcelona bis 1471nachweisen kann. 5
Wenden wir uns nun den übrigen eidgenössischen Städten zu —Zürich und Luzern —, so ist da von Handelstätigkeit der Gesell-schaft nicht zu reden, da sie ja den St. Gotthard nur in Ausnahme-fällen benutzte, hatte man auch keine Transportinteressen inLuzern. Wohl stellte Zürich aus zwei seiner Famüien: Frauenfeldund Kloter, ihre zum Teü ausgezeichneten Faktoren, vor allem HansKloter den Jüngeren, die in Italien und im französischen Sprach-gebiete, aber auch in Flandern verwendet wurden; aber sonst findenwir nur ausgewanderte Konstanzer, die im Augenblicke am Handels-betriebe unbeteiligt waren: Ulrich Muntprat von Weinfelden inZürich, Moritz Hürus und Friedrich Hägeli in Stein und einen ErbenMuntpratscher Einlagen, Jakob von Herten stein in Luzern.
1 S chulte 2, Nr. 299, vom 17. Januar. 2 Bern an Meister Prickart, 5. Aug.1473.Staatsarchiv Bern. Deutsche Massiven C 33, mitgeteilt von Ammann. MeisterPrickart hat später (1500), als es sich um den Anschluß von Konstanz an dieEidgenossen handelte, eine Konstanz freundliche Haltung eingenommen. 3 Staats-archiv Bern. Deutsche Missiven D 187 und 188, mitgeteilt von Ammann. Vgl.Heyd, Ravensburger Gesellschaft, S. 41. 4 Über alles das vgl. Ammann,Freiburg und Bern und die Genfer Messen. Sicheln, S. 16. Schwäbische Kauf-leute Ravensburg 1396, Biberach, Kempten, Lindau, Leutkirch, Memmingen,Ulm, Wangen, S. 17. 5 Ammann, S. 58, 61. Im übrigen vgl. unter Personal:Strohsack und Handel in Barcelona, oben S. 202. 326 und 329.