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Viertes Buch
Das Personal der Gesellschaft
§ 22. Einleitende Bemerkungen. Zweck. Quellen. Steuerlisten. GenealogisclieWerke. Wie weit Vollständigkeit erreicht. Anordnung.
Von all den in diesem Buche behandelten mehreren HundertenPersonen ist in die „Allgemeine deutsche Biographie" nicht eineeinzige aufgenommen worden, und auch eine wirtschaftsgeschicht-lich mehr interessierte neue Auflage dieses Werkes würde höchstensvon einem Dutzend Notiz nehmen, und doch ist es notwendig, andem besten sich bietenden Beispiele Lebensläufe mittelalterlicherKaufleute darzubieten; nur in diesem Quellenkreise können wireinmal wirklich tief in die Lebensbeziehungen deutscher Beichs-städter eindringen. Was uns an anderen Quellen überliefert ist,wird hier mit dem verbunden, was uns sonst meist ganz unbekanntist, mit dem Berufsleben.
So war denn von jedem Teilhaber der Gesellschaft eine knappeBiographie zu entwerfen, zunächst auf Grund der Angaben der Ge-schäftspapiere seine Stellung zur Gesellschaft zu behandeln, dannaber auch alles sonstige erreichbare Material aufzusuchen. Dafürhabe ich in den oberschwäbischen Archiven reichen Stoff gefunden,so daß mehr als eine Person greifbar deutlich wird, wir für fast jedenaber doch einige Aufklärungen haben.
Eine bunte Kette von Nachrichten ließ sich öfter verschlingen,für die meisten Gesellen fanden sich aber auch in einer Quellen-gruppe Nachrichten, die erst auf diese Weise recht nutzbar wird.Die Steuerlisten mittelalterlicher Städte erhalten in den langenBeihen von Namen und Ziffern durch ihre Anwendung auf die Kauf-mannschaft Leben, und wir können nun noch besser das Keimenund Wachsen der Vermögen durch Handelsgewinne verfolgen, alses bisher der Fall war.
Gerade für die wichtigsten Städte Eavensburg und Konstanzliegen uns in den Steuerbüchern nicht nur die Ziffern der Steuer-beträge vor, sondern auch die beiden verschiedenartig veranlagtenVermögensbestandteüe sind zu erkennen: die billiger besteuerteliegende Habe und die höher (in beiden Städten mit dem doppeltenBetrage) besteuerte fahrende Habe. In Eavensburg wurde von1 Mark üegend 1 Heller, von 1 Mark fahrend aber 1 Pfennig erhoben,
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