Gewebestoffe. Deren Rohstoffe. Farbwaren usw.
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Elle öfters 6 U Mailänder anlegen. Noch höher im Preise (11 Udie Palma) standen „Kremmesi-Samt", „Kremmesi-Atlas", auchhier kaufte man, ohne daß man dauernd größere Quantitäten fürerforderlich hielt.
Die Goldbrokate, die auch zu Mailand hergestellt wurden, suchtedie Gesellschaft nur für Köln, und dazu bot ein alter MailänderFaktor Anlaß, der in seiner Zeit in Mailand gesehen hatte, wieman dort für alle anderen Waren im Stichgeschäfte Brokate er-werben konnte. Mit je einem Stück grün, rot und schwarz oderblau wollte er einen Versuch machen. 2 Und wirklich erwarb manein Stück borchato d'oro mit blauem Boden. 3 Es war aber nichtdurch ein Stichgeschäft erworben, sondern auf Bestellung gemacht,man hatte Felippo Beinoldi darauf 762 U vorgeschossen. 4 Diemeisten Brokate wurden auf Bestellung gearbeitet, vor allem, wennman Devisen oder besondere Figuren hineingearbeitet wissen wollte. 5
In den letzten Jahren handelte die Gesellschaft auch mit Gold-borten und Sumacky, deren Herstellung eben in Mailand aufge-nommen worden war. Barette wurden in Mailand vielfach gemacht.Die Gesellschaft kaufte für Private davon. 6
Dem Maüänder Textilgewerbe führte die Gesellschaft Bohstoffezu. Die Zucht der Seidenwürmer war früher ein Monopol islami-tischer Lande gewesen, damals machte sie den Anfang, eine Heim-stätte zu gewinnen, wo nie der Halbmond im Winde sich gedrehthatte. Die Seidenzucht war etwas vor 1470 ins Mailändische ein-geführt worden, Lodovico il Moro hat ihr dann in der Sforcesca beiVigevano eine Musteranstalt gegeben, aber auch dann blieb sievon den Seiden anderer Gegenden abhängig. 7 So lieferte die Ge-sellschaft auch später noch Valencianer Seide, Seide von Almeriaund endlich die bessere Seide von Messina und Kalabrien, diese alsKauf zweiter Hand.
Baumwolle, die für Maüand wie für Eavensburg in Frage kam,wurde gelegentlich erworben. Um so bedeutender war die Einfuhrvon spanischer Wolle, vor allem von Tortosa, auch machte manwieder einen Versuch mit englischer Wolle.
An Farbwaren finde ich nur aus Valencia eingeführte Grana(Kermesschildlaus).
Dem Textügewerbe (Brokaten, Goldborten) diente auch die Mai-länder Goldschlägerei, der die Gesellschaft dauernd Waren ab-nahm. Die Gesellschaft kaufte auch in Maüand Perlen und Edel-steine, diese aber nur für Gesellen, und verkaufte dort Straußen-federn. In diesen Luxuswaren ersetzte Maüand den Gesellen denMarkt von Venedig.
Der Buhm Maüands beruhte auch auf seiner Metallindustrie.Sie erreichte ihr Höchstes in der Waffenindustrie. Doch waren
1 3, 440 zu 1507. 2 3,310. 321. 3 3, 320. 4 Malaguzzi- Valeri 1, 166.5 3, 254. 268. 6 Malaguzzi-Valeri 1, 159. 667.