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1 (1923)
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252
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252 Sechstes Buch. Handel nach Landschaften. I. Italien. 2. Kapitel. § 36

diese für einen regelmäßigen Handel der Gesellschaft wenig geeignet*so begegnen uns auch nur im Kommissionsgeschäft einige Angaben. 1

Für den Fernhandel war die Merceria, die Kleineisenwaren, diePfennwerte mehr geeignet, wiewohl man oft nicht viel Gewinn,aber viel Arbeit und Mühe hatte. Namentlich erschien sie für dieBodega in Valencia unentbehrlich, 2 aber aucb nach Saragossawurden manche Quantitäten verbracht, 3 und in Genua hatte manfrüher auch diese Waren geführt, aber wenig Nutzen daran gehabt. 4

Unter den einzelnen Artikeln stehen Bisendraht, Nadeln undNägel voran, dann auch Schellen, Scheren, Ketten, roseti undcopadina di loton (Stecknadeln aus Messing). Eingeführt wurdeMessingdraht.

An Eohmetallen gingen von Mailand nur, soweit sich das er-weisen läßt, Eisen und geschwärztes Messing durch die Gesellschaftnach Genua. Mailand selbst empfing aber durch sie sehr erheblicheMengen von Zinn und Kupfer aus Deutschland, dann Messing inTafeln, Schmirgel, der zum Polieren von Metall verwendet wurde.

Aus Spanien wurden Schaf- und Lammfelle eingeführt, ob sie auchden Pergamenern von Mailand dienen sollten, die viel exportierten?

An Lebensmitteln kam durch die Hände der Gesellschaft vonValencia her Zucker in nicht unerheblichem Umfange, dahingegenfinde ich keinen Beleg von Einfuhr von Valencianer Beis. 5 Geradein die Zeit (vor 1475) wird der erste Anbau in den wasserreichenFlußgebieten der Lombardei erwähnt, der den Charakter der lom-bardischen Landschaft und der Nahrung wesentlich veränderte,der Bisotto wurde freilich erst von den Spaniern auf den lombar-dischen Küchenzettel gebracht. 6 Der Baseler Balthasar Irmi begannsehr kräftig die Beisausfuhr nach Deutschland. Die Gesellschaftist dem Beispiele mindestens nicht kräftig gefolgt. Mandeln kamenwenigstens mitunter von Genua her und wohl weiter von Valencia.

Einen erheblichen Posten Geldes verwandte man zeitweise aufden Ankauf von Safran, in Mailand kaufte man Zima und Pulschen(Apulien), auf den Märkten von Casal maggiore wohl zumeist denTuschgan, der nach dem Gewichte dieser Stadt berechnet wurde. 7Einen Anteil an der Salzversorgung im Herzogtume halte ich nichtfür sicher erwiesen. 8 Immerhin ist es möglich, daß sich die Gesell-schaft einmal daran beteiligt hat.

Der Gewürzhandel war in Mailand an sich schon nicht so lebhaftwie in den italienischen Hafenstädten, die Gesellschaft beteiligtesich kaum daran. An Lebensmitteln wurden weiter von dort aus-geführt — aber nur im Kommissionsgeschäft — Käse von Piacenza,Schachteln mit Konfekt, Weinbeeren, Kapern, Tunfisch, ,,Triax". 9

1 Siehe unter Waren. 2 3, 150. 3 3, 117. 158 und öfter. * 3,256. 5 Vgl.unten 3, 287, wo doch die Eeispreise angegeben werden. 8 Malaguzzi-Valeri1, 159. Motta, Archivico storico lombardo (1905) 32, 2, 392. ' Näheres unterSafran. 8 Vgl. 3, 286. 9 Vgl. unten 3, 254.