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1 (1923)
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218
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218 Fünftes Buch. Soziale Bedeutung der Gesellschaft, zur Kultur. § 30

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Auf dem Humpisischen Stammbaume stehen in den vier erstenGenerationen der Linie des Landvogts nur eine adlige, eben seineGattin, daneben 7 bürgerliche Ehefrauen, unter den 13 Schwieger-söhnen ist nur einer vom Landadel (Werenwag). In der fünften Gene-ration 2 bürgerliche Ehefrauen (Besserer und Arzt) unter 8, bei denSchwiegersöhnen unter 5 zwei landadlige (Königsegg und Herten-stein).In der nächsten Generation sind die bürgerlichen eine Seltenheit.

Bei den Muntprat bieten die drei ersten Generationen unter 6 Frauen2 landadlige, in den beiden folgenden stehen unter 12 Ehefrauen6 landadlige, unter den 12 Schwiegersöhnen 5. Und alle bürgerlichendieser späteren Generationen waren Patrizier mit Lehen und Burgenund so weiß man nicht, ob auch diese bürgerlichen Schwiegersöhneals Kinder mehr auf den Straßen einer Stadt oder auf dem Angervor der Burg gespielt hatten.

Es kann nicht meine Aufgabe sein, dieses Aufsteigen in denPatriziat und des Patriziates in den Landadel näher zu verfolgen.Ich will nur einige Gedanken und Belege anführen. Zunächst galtes, Lehen zu gewinnen. Das Kloster Beichenau hatte nach derChronik des Gallus öhem um 1450 als Lehenleute die von Ulm,Humpis, Mangold, Brisacher, Lind, Muntprat, von Hoff, Boggwilund Sunthein. Bei einzelnen der alten Geschlechterfamilien, wiebei den Lind und Mangold gehen die Lehen schon tief ins 14. Jahr-hundert zurück. Die Muntprat wurden Dienstmannen von St. Gallen,die Ehinger hatten 1412 St. Gallische Lehen. Wer kein Wappenhatte, mußte sich ein solches, und zwar möglichst feierlich, ver-schaffen. Die Brüder Ulrich und Klaus im Steinhaus ließen sich1382 das Wappen einer ausgestorbenen Beichenau er Dienstmannen-familie vom Abte verleihen. Einen Wappenbrief haben die Hürusvon König Wenzel (?) erhalten, die Budolf 1415, die Ehinger 1430,die Brisacher 1431, die Hinderofen und Kröll 1442, die Ankenreute1471. Sehr wirksam war ein Bitterschlag durch des Kaisers Handauf der Tiberbrücke zu Born, wie er 1433 dem Stammvater derBrisacher zuteil ward, die Geisberg und Grünenberg holten sich denersten Bitterschlag am hl. Grabe. Diesem Geschlechte leistete dieGesellschaft Zur Katze hartnäckigen Widerstand. König Priedrichverlieh ihnen 1465 das Becht wie den Geschlechtern der Katze,aber erst 1474 erscheint ein Grünenberg im Bäte unter den Ge-schlechtern !

Die Geschichte des Grundbesitzes ist bei dem verschiedenen Ur-sprung der Geschlechter sehr verschieden. Die altadligen Familienbehielten ihre Burgen und Herrschaften oder erwarben neue, wiedie Mdegg (Ellhofen vor 1476), Sürg usw., die städtischen Ge-schlechter erwarben sie zum Teile sehr früh, so die Blarer, von Hoff,bei den Muntprat liegt der Anfang der Erwerbungen solcher Artschon im 14. Jahrhundert, die Sieber hatten seit 1408 Burg undHerrschaft, die Humpis seit 1433 Siggen, seit 1453 Batzenried,

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