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1 (1923)
Entstehung
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214
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214 Fünftes Buch. Soziale Bedeutung der Gesellschaft, zur Kultur. §29, 30

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Außer diesen schwäbischer Zunge angehörenden Städte waren esnoch Köln, wo vielleicht die Witwe Peter Lützenkirehens in derGesellschaft war (Pinke) und ebenso Hans Her und Nürnberg:Hans Albrecht, sowie das burgundische Freiburg i. Ü.: Strohsack.Die einzigen landsässigen Städte, die Gesellen zu ihren Bürgern zähl-ten, war das bischöflich konstanzische Markdorf (Brendlin) unddas habsburgische PreiburgimBreisgau (ein zugezogener Eichen-bach). Endlich waren zwei Spanier Wilhelm und Johan Sevül, diein Saragossa die Gesellschaft vertraten, wohl an sie rechtlichgebunden.

§ 30. Anteil an der städtischen Verwaltung. Verachtung der Kaufmannschaft,Streben zum Adel. Jos Humpis von Ratzenried. Die schriftliche Fehde Reischach-Besserer. Ehen mit dem Adel. Erwerb von Lehen. Wappenbriefe. Ritterschlag.Erwerb von Herrschaften. Sehr wenige im geistlichen Stande. Gründe. Anteil amReichsdienste, an gelehrten Ständen. Aussterben der Geschlechter.

Viele der Gesellen wollten in ihrer Heimatstadt keine Ämter undauch keinen Anteil am Bäte und am Gerichte, weü sie dadurch demHandelsleben fern gehalten oder doch behindert wurden. AusKonstanz lehrt es uns das Batsbuch. Fehlt ein angesehener Kauf-mann in den Batslisten gänzlich oder erscheint darin erst in höherenLebensjahren, so darf man sich darüber nicht wundern. Ja, ganzeFamilien vermieden die städtischen Ämter, so die Muntprat inKonstanz. Erst 1418 erscheint Lütfried II als nachgehender Bürger-meister und Schultheiß, erst 1443 ward er Bürgermeister, 1444 Vogt.Und das ist fast der einzige Muntprat, der in einer städtischen Be-amtung zu finden ist, wohl saßen sie im Bäte. Und geradeso wares bei den Mötteli. Die Humpis kennen allerdings eine solche Ab-neigung nicht, wenn sie auch keineswegs eine Bürgermeisterfamiliewaren.

Daraus ergab sich für die Geschlechter, die z. B. in Konstanzvon 1431 bis 1510 im Kleinen Bäte 10 Plätze hatten und im Großen15, ein Mangel an Leuten. Man mußte ganz junge Leute in den Batnehmen, mußte Jahr für Jahr dieselben heranziehen und aus denZünften immer wieder einige Familien in die Geschlechterstubehinaufholen. Sonst ging es nicht. Von 1510 an wurde die Zahl imGroßen Bäte auf 10 herabgesetzt, die der Zünftischen aber in beidenBäten vermehrt. Das war das Ende des Übergewichtes der Ge-schlechter. Dazu starben immer weitere Geschlechter aus undandere zogen sich völlig auf das Land zurück. Die gesättigte Kauf-mannsfamüie, die ein Landgut erwirbt, im Mittelalter oft ein Lehengewann, später ein Fideikommiß gründet, ist nicht erst in späterenJahrhunderten entstanden.

Die Kaufleute wußten auch damals schon, daß der Handels-gewinn, wenn er im Handelsleben weiter wirken soll, leicht wiederzergeht, und auch damals rechneten sie mit der geringeren Lust und