Die Heimatstädte der Gesellen
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In Biberach waren die Brandenburg vielleicht erst durch eineHumpisische Heirat der Gesellschaft zugeführt worden und dadurchauch die Flur, die Essendorff; es findet sich auch ein Eantz. InUlm waren 1457 drei aus den Geschlechtern der Ehinger undBesserer bei der Gesellschaft; der später zu schildernde Konfliktführte zur Auswanderung der beteiligten Besserer, und seitdemkann ich keinen Ulmer Bürger mehr bei der Gesellschaf t nachweisen.
Festeren Boden hatte die Gesellschaft in Memmingen. DerZunft Zum Löwen gehörten an die Geßler, Bätz, Stöbenhaber undWeyer, es sind das alles Geschlechter, die im Laufe des 15. Jahr-hunderts nach Memmingen einwanderten, was auch wohl von denApoteger und Mesnang gut, die ich nicht mit Sicherheit der großenZunft zuweisen kann. Dazu ein Wolfart. Einzelne von den Gesellenwaren unter den größten Steuerzahlern, in einer Stadt, die so vieleund mächtige Gesellschaften enthielt, ist das doch wohl zu be-achten. 1
Nach NÖrdlingen gehört Daniel Wolff.
Auffallend ist das Zurückbleiben von Überlingen, wo nur dieschon bei Konstanz erwähnten Bichlin saßen. Dann gehören viel-leicht dahin Arnold und Bingler. Aus Niederschwaben ist nurSchwäbisch Gmünd durch die Toublerin vertreten.
Gehörten alle diese Städte zu den schwäbischen Beichsstädten,so war es der Gesellschaft doch von wesentlichem Nutzen, daß sieauch in dem Gebiete der Eidgenossenschaft Gesellen hatte. ZumTeil waren es vortreffliche Kaufleute, denen man vor allem italie-nische Gelieger anvertraute, zum Teil vornehme Herren oder dochpolitisch angesehene Leute, die als Mitglieder der Eidgenossenschaftim Auslande in ernsten Zeiten auftreten konnten. Aus der ZüricherBürgerschaft stammten die Kloter und Frauenfeld, auch saß dorteinmal ein Muntprat, in Luzern war durch Heirat der einflußreicheFührer der französischen Partei Jakob von Hertenstein Gesellegeworden. In der Stadt St. Gallen, wo später die Mötteli den Sitzihrer Gesellschaft aufschlugen, ist die Zahl von nachweisbaren Ge-sellen später auffallend gering, zuletzt Ottmar Schläpfer und OttmarKlein, der nach Ravensburg zog. Aber vorher Kur und Geltwiler,vielleicht auch Fechter und Koler. Zürich und Luzern waren seit1332 und 1351 mit der wachsenden Eidgenossenschaft verbündet,St. Gallen hatte seit 1454 ein ewiges Bündnis mit Zürich, Bern,Luzern, Schwiz, Zug und Glarus, das kleine Stein am Rhein, woMoritz Hürus eine Zeitlang Bürger war, war endlich (seit 1459) nurmit Zürich und Schaff hausen, durch jenes aber mit der Eidgenossen-schaft verbunden. Dorthin gehören vielleicht auch Fels und Hägeli.
1 1450 die größten Steuerzahler: Heinz Spun, Hans Besserer, Polai Stöben-haber, die Schermairy, Ulrich Schapprun, Hans Zwicker. 1521: Eberhart Zang-meister, Hans Vöhlin, Schedin Witwe, Haintzleri, Eglolf Stöbenhabers Witwe,der Vöhlin Kinder, Stöbenhaberin Witwe.
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