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1 (1923)
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142
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142 Drittes Duch. Organisation und Technik des Handels. 3. Kapitel. § 21

einem empfohlen wird, das richtet mit Fleiß aus, das ist Euch nütz-lich und ehrlich." 1

Die Heranwachsenden verwendete man in vielseitiger Tätigkeit.Wäre es Not, als es vielleicht sein mag, so möchtet Ihr von Valenciaund Saragossa einen Jungen zu Baptista nach Barcelona senden,der ihm helfe, es wäre das Haus zu versehen oder im Lande (beimSafranankauf), so lernte einer auch das Land kennen, denn manmuß immerdar junge Leute zu einem Dinge aufziehen." 2

Und wiederum heißt es:Als Ihr denn schreibt, daß Ihr gerneinen Jungen gen Lyon hättet, da ihn aufzuziehen und Euch derjunge Hans Lamparter gut dazu dünkt, das gefällt auch uns sehrwohl schreibt Hans Hinderofen und je eher, daß er dahinkommt, je besser ist es, denn seiner Baptista in Barcelona nicht be-dürftig ist. So zweifeln wir nicht, sein Vater wird ihn bald in Lyonin die Praxis gebracht haben ... Es soll ein rechter Mann aus ihmwerden, so ist er praktisch mit der Feder, mit Schreiben undEechnen." 3

Von herzerquickender Frische sind die Ermahnungen an einzelneder jüngeren Gesellen, denen die Gesellschaft bei dem Mangel ankatalanisch redenden Gesellen früh schwere Aufgaben anvertrauenmußte. Da war Hans Konrad Muntprat, der Sprosse eines hochbedeutenden Geschlechtes:Hans Konrad, Dir ist auch eben vielund Großes in Deiner Jugend empfohlen, denk daran und überhebeDich nicht, daß Du wähnen wolltest, Du wissest es gar. JungenLeuten steht es wohl, daß sie fragen, was sie nicht wissen, insonderin solchen großen Sachen. Sei emsig Tag und Nacht in Büchern,auch mit Avisieren. So spürt man, daß Du einen Willen zur Kauf-mannschaft hast, so gönnt man Dir die Ehren wohl. Überheb Dichdessen nicht und gib den Älteren bevor. Auch sei züchtig und be-scheiden mit Kleidern; ehret Dich viel mehr, als wolltest Du fasthoch sein und gut, wenn einer hier außen auf seinen Kosten lebt,er sei ein Junker, wie er wolle. Desgleichen Ihr anderen ziehet Eucheinfach (schlecht) an, so hält man fast mehr von Euch. Wir wollenes auch von keinem leiden, er sei wer er wolle, denn die Gewinnewollen es nicht. Jakob, Polai, Hinderofen, wo Ihr solches sehet,so laßt es uns bei Eurem Gelübde wissen, das oder anderes, es wäremit Frauen oder anderem, das der Gesellschaft Schaden bringenmöchte. Auch haltet Eure Bücher wohl leslich und lauter, damitwenn Ihr Bechnung sollt geben, man sich daraus verrichten könne.Ist kaufmännisch. Auch fleißigt Euch guter Schrift, so kann manes lesen." 4

Dieselben Sorgen kehren wieder.Hans Konrad, da denke, Dubist ein junger Mann mit Jakob, der älter ist als Du. Sei emsigund überhebe Dich nicht, daß Dir so jung so viel empfohlen ist,

1 3, 169. 2 3, 175. 3 3, 112. * 3, 55.

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