Ermahnungen an Lehrlinge und. Gesellen
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halte Dich um desto schlichter mit jedermann, denn, Jakob undIhr alle, etliche Leute meinen, sie wollten Euch in ein Bockshornstoßen; denn Jakob und Hans Konrad und Ihr alle seien Kinder.Laßt sehen, ob Ihr die Kinderschuhe zerbrochen habt, voran Du,Jakob." I
Ein anderer Muntprat war in Barcelona, er trug den NamenLütfried nach jenem großen Kaufmanne. „Polai, Du läßest auf dieZeit Lütfried Muntprat die Rechnung halten, wir meinen, er sei solange dagewesen, daß er dem Dinge wohl Becht tun sollte . . . Polai,da meinen wir, Du habest den jungen Mann unterrichtet, damit erihm hinfüro Recht tun sollte. Lütfried, da denke und lasse Dichmerken und sei wohl emsig . . . Trauen wir, Du säumest Dich nicht.Doch vor allen Dingen hüte Dich, borge niemand, Du wüßtestdann, daß es richtig sei; denn junge Leute werden gar oft versucht.Und überhebe Dich der Dinge nicht, auch darum nicht, daß Duein Muntprat bist; desgleichen, Du, Hans Konrad, auch. HaltetEuch desto stiller und schlichter; das ehrt Euch viel mehr, als wolltetIhr über anderen Leuten sein. Man litte es von Euch keineswegs.Auch fleißigt Euch ziemlicher Kleidung, das stände Euch wohl.So, meinen wir, tätet Ihr Euren Vätern ein großes Wohlgefallen,wenn Ihr sonst ein Wohlgefallen an der Kaufmannschaft habt." 2—,,Lütfried, nimm unsere Sachen mit Fleiß und Ernst in die Hände.Du bist ein junger Mann, so mag Dir noch gar viel in die Händewachsen, daß ein guter Mann aus Dir mag werden und denke, daßDu etwas Gutes schaffst mit Verkaufen. Doch, so sei nicht zuhitzig, daß Du uns keine bösen Schulden machest; denn die Ge-winne sind sonst schmal, und mit einer bösen Schuld wäre der Ge-winn eines halben Jahres weg. Da sei davor und Ihr alle an allenEnden und, Lütfried, überhebe Dich nicht, halte Dich gegen dieLeute züchtiglich mit Zehrung und Kleidern. Ehret Dich viel mehr,als wolltest Du fast hoch bocken. Wenn Du dann zu Konstanz bist,so hat man über Nacht einen Junker aus Dir gemacht. Darum tueDu an dem Ende recht, so schickt man Dich an ein ander Ende,da mehr Geschäft ist, gegen den Winter. Sei willig, denn keineKöstlichkeit wollen wir je von einem leiden, er sei wer er wolle.Und darum, liebe Freunde, haltet Euch mit allen Dingen, wie sichunsere Vordem vor alten Zeiten gehalten haben, tut jetzt mehrnot denn vor Jahren, da die Gewinne besser waren. Wollt Ihr, daßunsere Sachen einen Bestand haben, dann bitten wir Euch darumund wollen es gehalten haben." 3
Sehr viel mehr Anstände hatte die Gesellschaft mit einem drittenKonstanzer, Hans Wigermann. Er saß in Saragossa, aber er schriebnicht, so daß die Gesellschaft ohne Nachrichten war. „Hans, kehrwieder und laß Dich merken und sei emsig." 4 Es half nicht:
3, 81. 2 3, 60. 3 3, 79. 4 3, 65.
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