Geldhandel. Edelmetallhandel
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Bartransportes von Frankfurt nach Eavensburg, wie die Ein-zahlenden vor der Messe es für die Eichtung Eavensburg(Kon-stanz)—Prankfurt getan hatten. Die Gesellschaft mußte nur in denersten Meßtagen so viel bar verkauft haben, um die sich meldendenLandleute bar befriedigen zu können. Bin anderer Profit war dabeinicht vorhanden.
Neben diesen Einzahlungen von Eavensburgern und Konstanzernin ihrer Heimat für Auszahlung auf der Frankfurter Messe findenwir auch Vorschüsse, die an Eavensburger auf der Messe gemachtwurden, um dann zu Hause beglichen zu werden. Solches geschahauch wohl in den Geliegern, doch weit seltener. Ein offener oderversteckter Gewinn ist dabei nicht zu finden.
Praktisch liefen auch die zahlreichen privaten Aufträge, die Ge-sellen hier und dort für sich und vor allem für andere Mitgesellenausführten, auf eine Ersparung einer doppelten Geldbewegung hin-aus. Und dabei handelt es sich um nicht geringe Beträge, man ver-gleiche die Eekordanz Jörg Kolers aus Mailand 1477 und vor allemdie von 1480. Da ersieht man, daß sieben Gesellen der Gesellschaftfür getätigte Kommissionsankäufe 295 U der Gesellschaft schuldigwurden. Ein Gewinn ist auch hier nicht zu ersehen. Es handeltsich eigentlich um Gefälligkeiten nach der Lehre: „Wer selbstDienste empfangen will, muß auch selbst dienen."
Die Ausfuhr von Edelmetall war mehrfach verboten. So ins-besondere im Königreiche Aragonien. Wiederholt ist die Ver-suchung an die Gesellschaft herangetreten, die aus dem Erlöse derEinfuhr sich ergebenden Gewinne nicht in Waren, sondern durchEdelmetallschmuggel über die Grenze zu bringen. Dem versagtesich Spanien gegenüber die Gesellschaft. Der Silberschmuggel inItalien steht auf einem anderen Blatte, da handelt es sich um Um-gehung der Münzstätte. Die aragonesischen Lande aber stelltenalle fremden Kaufleute vor die ernste Frage, ob es ihnen nützlichsei, den ganzen Erlös der eingeführten Waren wieder in spanischenWaren anlegen zu müssen. Oder fanden sich Wege und Stege, daszu umgehen?
Über die Stellung, die die Gesellschaft zu etwaiger heimlicherAusfuhr von Geld mindestens in älterer Zeit einnahm, unterrichtetdie große Eekordanz von März 1478: „Item Hans Hinderofen. WieDu denn schreibst, daß man das Geld, wenn man es nicht mitNutzen an Ort (Safran) legen möchte, wie es wohl zu besorgen ist,herausbringen könnte, und Du meinst, aragonesische Gulden undSchildgulden in Safranballen nach Lyon zu senden, solcherlei An-sehläge zu schreiben, steht einem Kaufmann nicht übel. Doch soist ganz unsere Meinung, keine Münze aus keinem Lande heimlichzu führen; denn es ist auch sehr hart in ganzen Ländern verbotenan Leib und Gut, und sind wir bisher dessen müßig gegangen. Wollenwir auch hinfür tun, und darum, Hans, so gehe der Dinge müßig.
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