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1 (1923)
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116
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116 Drittes Buch. Organisation und Technik des Handels. 1. Ka

pitel. § 16

Durchschnitt und Mindest- und

Höchstleistung ergibt:

Fälle

Durchschnitt

kleinsteDauer

höchsteDauer

Ravensburg—Genf . .

5

fast 9 Tage

6

15

Ravensburg—Lyon

10

fast 14 Tage

8 (3mal)

45

Ravensburg—Avignon

5

18 3 / B

12

28

Ravensburg—Saragossa

3

36

32

40

Ravensburg—Barcelona

5

39

29

48

Ravensburg—Valencia

8

46

31

69

Ravensburg—Mailand.

6

fast 8 Tage

6

12

Ravensburg—Genua .

2

12Vi

10 .

15

Ravensburg—Nürnberg

1

5

—

—

Ravensburg—Wien . .

1

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sammenstellung verzichte ich, es wäre schwer, daraus allein dasSystem abzuleiten, und durch Botenordnungen sind die Preise vonvielen Orten bekannt geworden. 1

Die weiteren Angaben über Preise sind so unvollständig, daß siekein sicheres Bild gewähren. Aber auch hier wartete man auf Ge-legenheiten, verließ sich auf Freunde, benutzte lokale Boten, wohlauch venezianische. Die Gesellschaft legte großen Wert darauf,daß auf den Geliegern Briefe, die weitergehen sollten, nicht, wiees wohl in Lyon geschah, liegen blieben, 2 man war tief entrüstet obder Irrfahrt, die die Prokura für Saragossa machte.

Für die große Route bis Valencia schrieb die Gesellschaft jenegroßen Rekordanzen, die in dem Nachlasse mit das Wertvollste sind.Sie gelangten in etwa 50 Tagen nach Valencia. Antwortete man in10 Tagen, so war doch wieder eine Frist von zwei Monaten ver-gangen, ehe die Ravensburger die Antwortrekordanz beantwortenkonnten. Solches Antwortspiel war also nur dreimal im Jahremöglich. Das war so selten, daß die Gesellschaft sicher nicht immererst die Antwort abwartete.

Nach den sehr lückenhaften, jedesmal nur ein paar Monate um-fassenden Zeugnissen schrieb die Gesellschaft an die Gelieger aufdieser Straße: 1477 September 23. und Oktober 23., 1478:15. Februar,4. März und 16. März (die beiden ersten vielleicht nur bis Lyon),12. und 17. April. 1479: 15. September, 2. Oktober (bis Lyon),9. Oktober. Das sind so kurze Fristen, daß die Gelieger wohl nahezualle Monate von Hause Nachrichten und Weisungen erhielten.

Aber auch die Gelieger schrieben öfter. Von 1478 kennen wir denAbgang von Briefen von Genf am 10., 21., 22. Februar. Von Lyon

1 Vgl. z. B. Müller in Archiv für Kulturgeschichte 5, 14—18, für Nürnberg(bis Ulm \U %ß B\, bis Konstanz 1U 10/8). Schelling, Die kaufmännischeBotenanstalt St. Gallen-Nürnberg, Züricher Dissert. 1919, wo auch sonstigeLiteratur sich angegeben findet.

2 Unten 3, 72.