Nürnberger Eechnung 1479/80
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Die Rechnung enthält keinerlei Berechnung von Zinsen, auchsind die Handlungsunkosten, nicht einmal die speziellen, den Warennicht zugerechnet. Der Eechnungsführer in Nürnberg stellte alsoin seiner Eechnung nicht fest, wie viel Gewinn an dem Ballen Nr. XSafran gemacht war, auch nicht am Gesamtsafran. Er mochte dieAnkaufspreise wissen, und ein tüchtiger Eechnungsführer kanntewohl auch die durchschnittlichen Unkosten, die auf den Transportgingen, aber er verzeichnete das nicht. Er Überheß das den Herrenin [Ravensburg, wenn er nicht in seinen Briefen von seinen Berech-nungen Kenntnis gab.
Die vorhegende „Eechnung" ist nicht ein Memorial oderJournal, diesem Ausgangspunkte aller Buchführung. Der chrono-logische Eaden ist fallen gelassen, auch fehlt der tägliche Ein-gang und die Ausgabe an Geld. Es muß also neben diesemBuche ein Kassenjournal gegeben haben. Aber die beiden anderenGrundbücher der einfachen (deutschen) Buchführung nahm dieEechnung ihrem Hauptinhalte nach herüber: das Einkaufsbuchund das Verkaufsbuch oder wie sie wohl bei einem Gelieger einerweit ausgedehnten Gesellschaft zu nennen wären: Wareneingang-buch und Warenabgangbuch. Das Zwischenfallen der Frank-furter Messen führte auch zu eigenen Heften, die diese Messenerledigten.
Die „Eechnung" ist also nicht Tag für Tag entstanden undfolgte auch nicht in weiterem Abstände den Ereignissen, sieist vielmehr eine im Eahmen der einfachen Buchführung ge-haltene systematische Anordnung der Ergebnisse der Geld- undWarenposten, die sich in dem Journal und den übrigen Büchernder Gesellschaft fanden. Sie zieht am Endpunkt der Eechnungs-führung eine Eeihe kleiner Ausgaben in einen einzigen Postenzusammen. Sie verlegt sich darauf, möglichst nach den Waren-gruppen die Posten zu verteilen, und diese Warenrechnung istglatt und wohlgelungen. Anders steht es mit den Zahlungskonten— also dem Geldgeschäfte — und dem Spesenkonto, diesePosten würden noch mehr einer systematischen Anordnung sichgefügt haben.
Sehen wir uns nun das Ergebnis an.
Der Vergleich der Bestandrechnungen ergibt:
Vor derEechnungfl ß hl
Alte gute Schulden . 4100. 18.
Zweifelhafte Schulden 3351. 5
Böse Schulden . . . 1277. —
Bargeldschulden . . 533. —
Mehr oder weniger
fl
Am Ende derEechnungfl ß hl
7. 2666. 17. — -1434 1
2. 3799. 2. 9 -f 447 17
6. 1277. — 6 — — -
— 25. 17. 6
ß hl
7.7.
507
9262.
7768. 17 9 —1493 (i
aHBH I