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Drittes Buch. Technik des Handels. 1. Kapitel. § 14
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wird. Aus dem Vergleiche der Eechnungen der verschiedenen Ge-lieger ergab sich das Geschick eines jeden Warenballens von derAbsendung, vom Ankauf sorte bis zum Eintreffen am Verkaufsplatze.
Die eigentliche Geldrechnung erfüllt, so genau sie ist, nicht alleWünsche. Da ist zunächst in drei Teile zerlegt eine Eechnung übereingezahlte Geldsummen — es handelt sich dabei aber nicht umSchuldposten, die bezahlt wurden. Dann folgt eine genaue Über-sicht über den Verkauf von Waren, geordnet nach einzelnen Warenunter Angabe der Ankäufer, der Einzelpreise; nicht aber ist an-gegeben, was davon sofort bar bezahlt ist und was auf Kredit ver-kauft worden war.
Die Ausgaberechnung beginnt mit einer sehr umfangreichen Geld-rechnung, welche Auszahlungen an die Zentrale in Eavensburg, anGesellen der Gesellschaft mit anderen verbindet. Ein Teil der be-sonderen Abteilungen befaßt sich' mit Kreditoperationen. Dannfolgen besondere Eechnungen für die Fasten-und Herbstmesse, daranschließen sich die Kosten der Zehrung und als ,,einlitzig Ausgeben"die Unkosten der Gesellschaft überhaupt. Dann folgt wie bei denEinnahmen der Abschnitt über die eingekauften Waren, ebensonach den Waren geordnet und völlig klar geordnet. Den Abschlußmachen die oben erwähnten Fuhrlöhne.
Aus der Eechnung kann man also nicht erkennen, wie sich dieKasse bewegt hat. Ein Schuldner, der durch Waren seine Schulddeckt, erscheint nicht etwa unter Einnahmen mit dem Betrageseiner Schuld und unter Ausgaben mit dem vollen Preis seiner Ware,er wird nur beiläufig bei der angekauften Warengattung genannt.Es ist keine auf die Personen angelegte Eechnüngsart, sondern eineauf die Waren zielende. Sie setzt das Bargeschäft als die Eegelvoraus. Die Schuldenverzeichnisse am Anfang und Ende müssen fürdie Geldgebarung die Hauptauskunft geben.
Aber auch bei den Waren ist nicht alles Wünschenswerte festzu-stellen. Der Ankaufspreis zuzüglich der inzwischen angewachsenenSpesen ist bei den verkauften Waren nicht angegeben, so daß derGewinn, der gemacht wurde, nicht abzulesen ist.
Die Zentralleitung bedurfte aber einer Ergänzung dieser Lücken.Sie erhielt sie durch die Verkaufs- und Schuldzettel, sowie durch dieBerichte der Transporte. Der von Zeit zu Zeit einlaufende Verkaufs-und Schuldzettel brachte die Angaben über die Bezahlungen unddie gewährten Kredite. Durch die Angaben der Transporte war esaber möglich, etwa so zu verfahren: Ein Ballen Ort Safran, der vonSaragossa abging, wurde seinem dortigen Werte nach gemeldet,durch Hinzurechnung der in Lyon, Genf und Frankfurt bezahltenTransportkosten ergab sich, was er, „nach Frankfurt gelegt", kostete.Die Nürnberger Eechnung ergab den Verkaufspreis, die Differenzergab Gewinn oder Verlust, wobei die Generalunkosten allerdingsnicht beachtet wurden.