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SO Zweites Buch. Organisation der Gesellschaft. 2. Kapitel. § 10. 11
Für die Instandhaltung des Geliegers finde ich nur einen Posten.Die Stube zu weißen, Tafeln in die Stube und den Ofen zu ver-streichen 4 U 16 ß Mailänder (24).
Es begegnen auch Geschenke an Geschäftsfreunde, doch die Ge-sellschaft nahm daran Anstoß. „Wir wissen auch nicht viel, daßsie (zu Alicante) für uns tun." (153.) Spenden bei Prozessen er-scheinen mehrfach, sie wurden kontrolliert. 1
Es unterliegt wohl keinem Zweifel — obwohl es nicht direkt be-zeugt ist —, daß, wie in anderen Gesellschaften, die Gesellschaftwenigstens bis zu einer bestimmten Grenze für die Loskaufsummehaftete, wenn einer auf der Eeise niedergeworfen oder gefangenwurde. 2
§ 11. Ehrungen der Gesellen, Abgänge und Abzüge, gute und zweifelhafte Schuldner,Gläubiger der Zentrale, Spenden für religiöse und wohltätige Anstalten. Kein Strebennach ungemessener Erhöhung des Kapitals.
Für diesen Abschnitt sei auf die Tabellen hingewiesen, welcheim dritten Bande, Seite 51, über die Endsummen der neun Bech-nungstage von 1497 bis 1525 für die zu besprechenden einzelnenZahlengruppen gegeben sind. Auf die viele Tausende von Einzel-posten konnte hier nicht eingegangen werden. Was sich davon aufdie einzelnen Gesellen bezieht, ist im vierten Buche bei ihrer Lebens-geschichte in wesentlichen Zügen angeführt. Die wichtigeren An-gaben über Schuldner und Gläubiger kommen an anderen Stellenzur Geltung.
Die verdienten Gesellen wurden dadurch belohnt, daß auf denBechnungen ihnen eine Ehrung ausgesetzt wurde, die zwischen10 und 450 fl schwankte.
An der Spitze der Ehrungen stehen nicht etwa die Männer, dieder Gesellschaft den Namen liehen: Onofrius, Hans und KonradHumpis; diese erhielten vielmehr als Entgelt für die Ausnützungihres Namens und ihren sicher nicht großen Anteil an der Arbeiteine runde Summe von meist 150 fl für die Bechnungsperiode.
Die höchste Ehrung erhielt regelmäßig der, der als der eigent-liche Begierer der Gesellschaft angesehen werden muß, JunkerHans Hinderofen, sie steigt von 200 auf 400 fl. Den nächstenPosten nimmt der langjährige Faktor zu Genua ein: der ZüricherHans Kloter, er erreichte einmal die überhaupt gezahlte höchsteSumme mit 450 fl. Diese Höhe spricht zugleich für die Tüchtig-keit seiner Person und für die Bedeutung des Genueser Geflegers,Der dritte der Begierer, der Bechnungsführer und BuchhalterAlexius Hfllenson, erreichte die Summe von 300 fl. Dann folgen
1 3, 451 (Unnütze Geschenke in Ungarn).
2 Vgl. den Vertrag Stalburg-Bromm von 1457. Wenn niedergeworfen odergefangen, wird Bromm mit 1000 fl, Clans und Kraft mit 600 fl gelöst. Stalburg-Botzheim 1558 nicht über 800 fl.