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1 (1923)
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Die Stellung der Gesellen, ihre Versorgung

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Kramerei begegnet in Genua (265). Auch die Kosten, die die Hoch-zeit eines Geschäftsfreundes einem Gesellen verursachten, wurdenverrechnet (24), auch begegnen einzelne Posten (einmal 1 fl) beieiner Kindtaufe (196 und in Wyers Eechnung).

Kam die Stunde des Abganges und gab der Geselle seine „Letzi"an des Wirtes Volk, die Kinder und Jungfrauen, so war es wiederdie Gesellschaft, die das bezahlte. 1

Für das Pferdegezäum kam die Gesellschaft auf: ein neues Ge-biß, ein Paar Stegreife, ein Zaum, ein Hauptgestell und ein Schwanz-riemen am Sattel kosteten in Nürnberg 14 ß (364), sonst begegnenSteigleder, Sättel (331, 429), Striegel (343), Sporen (335, 343), Geißel(364). Sehr häufig finden wir die Kosten für das Beschlagen der Pferde.Auch wurden die Kosten für die Pflege kranker Pferde getragen (326).

Die Stellung von Pferden war ein Kreuz für alle Handelsgesell-schaften, denn jeder wollte lieber zu Eoß durch die Lande reiten,als mühselig zu Fuß die oft ungeheuren Entfernungen durchmessen.So stellte die Gesellschaft Brom-Heyde diesem ein Eoß. Stalburg-Botzheim deckten sich gegen die schlechte Behandlung teurerPferde, der Ersatz eines Pferdes, das also von dem betreffenden zukaufen war, wurde auf 30 Taler beschränkt.

Die Gesellschaft hat offene Augen haben müssen. Da war derhochmütige aber liederliche Patriziersohn Hans Bützel, der einenAnspruch erhob, nur zu reiten. Ihm schrieben die Herren: „Essind ebenso gute Herren wie Du zu Fuß gegangen." 2 Häufigerhalf man sich mit Mietrossen aus, namentlich in Itaben (24,326, 332), aber auf eigenen Pferden ritten doch wohl meist dieälteren erprobten Herren, 3 aber unter Umständen mußten auchsie zu Fuß gehen. Ich habe den Eindruck, daß man die Fußwande-rungen auch bis nach Spanien unterschätzt. Und nun die Lern-buben, die mit 13, 14 Jahren von Schwaben bis Valencia wandertenund manches harte Lager aufsuchen mußten. Für sie gab es sicherkeine Eeitpferde.

Am weitesten griff der Gedanke der Verpflichtung der Gesell-schaft für ihre Diener, wenn sie ihnen auch das Beichtgeld, d. h. dieSpende an den Beichtvater zahlte. Es beichtete Hans Wyer je vorWeihnachten, einmal auch in der Fastenzeit und spendete 2 oder3 hl., auch Hanns Kloter in Frankfurt 2 albus (335).

Aus Genua und Saragossa haben wir Inventare der Einrichtungder Gelieger (246 f., 265 f.). Daß Gott erbarm. Sie stechen weit vonjenem anmutigen Bilde, das uns Holbein auf dem Porträt Giesesvon einem deutschen Kontor gewährt, und den Fuggerschen Ge-hegern ab. 4

1 In Mailand 20 ß imp. (249), 4 # 4/8 (254), 2 U 1 ß (268), auch zu Como (254)und in Brügge 5/8 6 (433). Nürnberg (Wyer).

2 3, 224, vgl. 222. Burgauer 3, 2. 3 Zum Beispiel 3, 196. 249. 331. 333 fr.336 f. 4 Vgl. Strieder, Inventur, S. 88 f.

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