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1 (1923)
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78
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Zweites Buch. Organisation der Gesellschaft. 2. Kapitel. § 10

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gern einen „aunser", Sack für Lebensmittel mit, Hans Hillensonund Heinz Wyer kauften sich solche (362). Eine Tasche zumTragen kostete 6 ß (362). Ein Paar Eeitsäcke kosteten in Nürnberg15 ß (343, 354), ein Bulgen in Lyon 6 gr. Savoyer.

öfter erscheinen Handschuhe. 1 Nestel und Schnüre waren sehrhäufig notwendig.

Die Gesellen waren also von Kopf bis zu den Füßen in Geliegernund auf Eeisen auf Kosten der Gesellschaft gekleidet, nur trugensie noch keine Taschentücher und mit den Hemden war es auchwohl schlecht bestellt. Hoffentlich sind die auf private Kosten dochbeschafft worden. Die große Gefahr, üppige Kleider zu beschaffen,wurde lebhaft bekämpft, aber der Kleiderteufel war nicht zu be-siegen. Viele glaubten eben nicht an den Satz, daß ein Kaufmannviele Tausende besitzen kann, ohne daß ihm ein einfaches Gewandschadet. In der Heimat ging sicher mancher in Kleidern einher,die. in Schnitt und Stoff den Ursprung in der Ferne verrieten.

Dann wurden auch — wenn auch nicht oft — die Hemden ge-waschen — ich finde das nur einmal notiert —, Hüte gewaschen undgefüttert, Mäntel geschoren, die Stiefel „vorgefüsst" und die Schuheund Kleider gebletzt. Auch die Verbrauchsmittel ließ die Gesell-schaft sich aufschreiben, wie Seife (328).

An Waffen war dem Kaufmann ein Schwert zugestanden, miteinem solchen durfte er auch auf der Frankfurter Messe erscheinen. 2Heinz Wyer kaufte sich eine neue Scheide für 6 ß 7 hl., ebensoJörg Koler (364), ein Schwert kostete in Nürnberg 10 ß (354). HansHillenson kaufte in Nürnberg einen Eisenhut für 6 U, einen zweitenfür 60 ,9} (362). Unter den Ausgaben Heinz Wyers begegnet auchein Wurf haken (1 ß 2 hl.), über Feld zu tragen. Zwei Messer kostetenin Nürnberg 1 ß 6 hl. (333).

Arzt und Apotheker gingen zu Lasten der Gesellschaft. FriedrichGrünenberg zahlte in Valencia dem Arzt 20 ß. Er kam täglich zuihm und verordnete ihm reichlich, darunter auch Kampher (230).Thomas im Steinhaus rechnet: verarznet an einem Fuße um Pillen2 ß (249, vgl. auch 326). Hans Hillenson gab für allerlei Arznei inder Apotheken, „als ich nit stark waß" 14 ß aus (362). Auch füreinen ganz jungen Gesellen kam die Gesellschaft auf (433).

Heinz Wyer kaufte sich ein Büchlein auf Kosten der Gesellschaftund ließ es einbinden. Der brave Geselle kaufte auch eine Turtel-taube für das Stüblein, eine zweite erhielt er geschenkt, und dieGesellschaft bezahlte auch die Hirsekörner, mit denen er die Ge-nossen seiner Einsamkeit fütterte. Sonst finden wir u. a. auch einSchreibhörnlein (für 4 %, 335).

Hans Hillenson verrechnete der Gesellschaft um „klein Narren-werk" 70 ,9», auf der Nördlinger Messe 1 fl 12 ß (362). Mancherlei

1 In Nürnberg 1 /? 6 hl., in Mailand 2 ß 1 ,3, (253).

2 Bothe, Gesch. Frankfurts 1, 193.