Die Stellung der Gesellen, ihre Versorgung 77
Holzschuhe waren in Nürnberg in Gebrauch, und Heinz Wyerverbrauchte deren viele. Das waren aber keine plumpe Fußbeklei-dung, sondern wegen des Straßenkotes band man solche zierlichereGestelle unter seine eigentlichen Schuhe. Auch in Brügge trug mansie (433). Die große Zahl von Schuhen ist wohl nur erklärlich,wenn man an farbige Wollschuhe denkt, wie sie uns auf Büdernjener Zeit begegnen. Auch das Tuchersche Haushaltungsbuch zähltgroße Summen von Schuhen auf. 1
Seltener werden Hemden genannt. Hans Hillenson zahlte anMacherlohn für 12 neue in Nürnberg 4 ß (362), Hans Her für 2 neuemit Macherlohn 14 ß 6 ^ (253), Claus Bützel kaufte sich zwei inValencia.
Für Hosen finden sich viele Posten, sie waren von sehr verschie-denem Preise. 2 Vor der Eeise kaufte man sich wohl Eeithosen(Nürnberg 8 ß in Gold, 362). Unter einem „Mderwant" sind wohlkaum Hosen zu verstehen, es kostete nur 6 hl. (Heinz Wyer).
An Eöcken gab es Wamse (mit Macherlohn in Lyon 2 fl 4 gr.Savoyer, 197) und 2 fl (222). Die Wamse waren zum Teil ausZwillich und Barchent 2 Ellen (333). Lange Eöcke. Der von ClausFrauenfeld wurde gewaschen, umgemacht, neu gefüttert für 7 ßSavoyer und dann von Claus Bützel übernommen — ein langer Bockin Nürnberg 2 fl (331). — Eock, die Elle zu 6 U Nürnberg (333). —Eeitröcke. 2y 2 Ellen, scheren und Macherlohn in Lyon 5 fl 7y 2 grSavoyer (197), in Maüand 7 U 11 ß (254), in Nürnberg 3 fl (364)und ein langer 2 fl 3 ß (354). — Goller (334) aus brüggischem Tuche,daraus auch Hosen und Kappen. — Ein langer Mantel kostete inNürnberg 1 fl 5 ß 4 hl. (328), ein anderes Mal 2 fl (331), weiter derStoff 3 fl 10 ß (332). — Ein Leibröcklein mit Pelzfutter 1 fl 8 ß 6 hl.(354), Leibrock (253). — Ein schwarzer Kappenzipfel bedang inMailand 7 ß 8 $ (249), ein Mantel aus Brister in Nürnberg 3 fl10 ß (333), ein anderer 8 ß 6 hl. (333), in Lyon 6 gr. Savoyer (222). —Ein Eeitmantel aus 4 Ellen grauen Hotzen kostete in Nürnberg7 ß 7 ^ (364).
Friedrich Grünenberg kaufte sich in Valencia, bevor er die Galeerebestieg, einen Pelz für 1 U Val., Hans Hillenson in Nürnberg einenBrustpelz für 5 ß (365).
Ein Filzhut kostete in Nürnberg 5 ß (331), ein Hut in Valencia3 ß 4 ,3) Valenc, in Lyon 4 gr. Savoyer (222). Es erscheinen auchBarette (246, 249).
Ein Tüchlein kaufte Hans Hillenson in Nürnberg für 4 ß 6 h(364). Claus Bützel erwarb in Valencia 2 Brusttücher.
Ein Taschengürtel (5 ß in Nürnberg, 331) und eine Tasche warendem Eeiter wohl unentbehrlich. Tasche und Gürtel waren aberauch wohl getrennt (5 ß, 333). Der Fußgänger nahm auch wohl
1 Bibliothek d. liter. Vereins, Bd. 134.
2 Unten 3, 197. 222 (26 und 24 gr. de rey in Lyon), 249. 365 und öfter.
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