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Zweites Buch. Organisation der Gesellschaft. 2. Kapitel. § 8
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diesen dem Schuldigen aufrechnete. Die Angaben Gutermanns, dieernsten Zweifeln unterliegen, wollen über die einzelnen Familien-einlagen Auskunft geben. 1 Danach hätten am Ende des 15. Jahr-hunderts nach der Steuerveranlagung bei der Gesellschaft hegengehabt:
Jos, Frick und Onofrius Humpiß........ 131000 fl
Hans und Budolf Besserer und Schwester .... 54000 fl
Teschler................... 20000 fl
Geldrich.............■...... 36000 fl
Weidegg .................... 12000 fl
Der reiche Möttelin mit Bruder und Schwester . . 150000 fl
Croaria (Sattler)................. 20000 fl
Haber von Eandegg.............. 40000 fl
Roth von Schreckenstein............. 100000 fl
Sürg von Sürgenstein............. 24000 fl
Da die Teschler und Geldrich 1477 ausschieden und vor Ablaufdes Jahrhunderts nicht wieder eintraten, mußte die Liste vor diesemJahre liegen, wozu die Namen der Humpiß passen würden. Dieeinzige Steuerbste vor 1477, die heute erhalten ist, ist die von1473, sie enthält für den alten Jos Humpis nur 7500 Mark =25 717 flan fahrendem Besitze — und das ist der an fahrender Habe reichsteEavensburger überhaupt. Die Geldrich versteuerten 4800 fl Fahr-habe, die Mdegg 11457 und die Täschler 5520. Das könnte inanderen Jahren noch annähernd stimmen. Aber die Eoth saßenin Ulm und erscheinen in den erhaltenen Eavensburger Listen sowenig wie die Haber von Eandegg. Selbst wenn man mit Nugbsch 2Gutermann freundbcher gegenübersteht, so bleibt doch — vonden eben angegebenen Bedenken abgesehen — noch der Grund,daß die Eavensburger Steuerbücher nur die Summen des begendenGutes und der Fahrhabe angeben, nicht aber die Einlage der ein-zelnen bei der Gesellschaft aufführen. Im besten Falle könnte essich um umgerechnete und auf gut Glück abgerundete Angabenüber das Gesamtvermögen oder die Gesamtfahrhabe handeln. DieVorsicht gebietet, sämtbche Angaben Gutermanns als äußerstzweifelhaft beiseite zu lassen. Oder sollten ihm noch andere Quellenzu Gebote gestanden hüben?
Etwas besser beglaubigt sind dieses Mal vielleicht die Angabender Genealogia Lindaviensis, die mögbcherweise noch Papiere derGeseUschaft, die heute verloren sind, direkt oder indirekt benutzthat. Danach betrug der Anteil Eudolf Möttebs am Geschäfts-vermögen zwischen 1435 und 1444 zwischen 16 000 und 18 000 rh. fl,und hatte Walther Mötteli 1444 eine Einlage von 7000 fl. 3 Das sindmögbche Angaben. Bei der Behandlung der einzelnen Teühabersind viele Angaben über Einlagen gegeben, auf die hier verwiesen sei.
1 Serapeum 6 (1845), 263 f. ^Leistungsfähigkeit, S. 485. 3 Nach Einsichtder Quelle selbst.