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Zweites Buch. Organisation der Gesellschaft. 1. 2. Kapitel. § 7. 8
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Gesellschaft Halbisen-Kilchen 40000—50000 fl. 1 Die BavensburgerGesellschaft versicherte 1477 nach dem Austritt der Ankenreutewiederholt, daß es ihr am Hauptgut nicht fehle. 2
Über die Höhe des Gewinnes haben wir folgende zuverlässigeAngaben: 1477 wurden 21 % auf die dreijährige Bechnungsperiode, 31504 27%, 1507 mindestens 22%, 1510 25%, 1514 21% verteilt. 4Diese Bechnungen umfassen 14 Jahre Geschäftstätigkeit, das ergibteine jährliche Verzinsung von 6,78 %. Für die Zeit von 1485 bis1494 haben wir die Angaben, daß sich in dieser Zeit ein Kapitalverdoppelt habe, das sind drei Eechnungsperioden. 5 Bei einer An-nahme von je 26 % für jede Eechnungsperiode kommt in der Tatheraus, daß bei Berechnung von Zinseszins aus 100 fl 200,04 flwerden. Das ergibt für 1485—1494 und 1500—1514 dann auf dasJahr gerechnet eine durchschnittliche Verzinsung von 7,504 %. Infrüheren Zeiten muß der Ertrag viel höher gewesen sein; denn mehrwie einmal begegnet uns in den Papieren von 1474 an die Klage:die Gewinne sind klein und schmal um und um, es ist nicht mehrwie einst.
Die Höhe dieser nachweisbaren Gewinne sticht weit ab von denweit höheren Gewinnen, welche andere Gesellschaften erreichten.Die Fugger haben von 1511 bis 1527 bei einem Kapital von 197 000 fleinen Eeingewinn von 1824000 fl erzielt. Wenn man dann — wiees regelmäßig geschah — diesen Schlußgewinn auf die 17 Jahregleichmäßig verteilt und dann mit dem ursprünglichen Kapitalvergleicht, so kam man auf einen Jahresgewinn von 54,5 %. Dochdas ist ein irriges Bild. Bei den Fuggern darf man ein einmaligesUmsetzen des Kapitals voraussetzen und daher Zins und Zinses-zins auf jedes Jahr rechnen, das ergibt einen Durchschnittssatz von14,66 %. Freilich ist dieser Satz ja auch ein fehlerhafter, weil erdie Jahresgewinne gleichmacht und weil die Auszahlungen in dieserPeriode ungleich waren. Diese beliefen sich nach der Inventur von1527 auf zusammen 420322 fl. 6 Da diese Summen nach und nachaus dem Geschäfte verschwanden und also nicht mehr mitwirkten,ist die oben gewonnene Ziffer von 14,66 % zu niedrig, man wirdwohl auf 20 % schließen müssen. Bei den Welsern betrug der Ge-winn von 1502 bis 1517 in 5 Eechnungen durchschnittlich 8,875 %auf das Jahr. Allerdings behauptet Lukas Eem, daß der währeGewinn viel höher und von den Herren böswillig herabgesetztworden sei. 7 Er begründete mit seinem Bruder die Firma Endras
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1 Apelbaum, Baseler Handelsgesellschaften im 16. Jahrhundert mit be-sonderer Berücksichtigung ihrer Formen (Baseler Dissert. 1915), S. 29.
2 Unten 3, 54, 81. 3 Unten 3, 52.
4 Diese Ziffern ergeben sich aus dem Eatzenrieder Eechnungsbuche für Jakobvon Wetzelried. Siehe das Nähere in § 24. Dazu stimmt für 1510 die Be-rechnung für Ulrich Blarer.
6 Unten 3, 485. • Strieder, Die Inventur, S. 114. T Schulte 1, 642.