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1 (1923)
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Die Einrichtungen der Zentrale. Finanzwesen

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Zu diesen Posten, die sich auf einzelne Plätze beziehen, kommennoch:

Gute Schulden, die zu Ravensburg im Buch stehen. . 1548 fiHalbe Gewinnung................. 4567 fl

Ergibt an Werten.................165473 fl

Ficht berechnet sind die zweifelhaften Schuldner. Sowohl inEavensburg wie in den Geblegern war es üblich, diese bösen undzweifelhaften Schulden nicht in die Berechnung der Werte auf-zunehmen.

Von den Passiven kennen wir ziffernmäßig nur die eine: was wirin Ravensburg sollen: 1497 waren es 8135 fl. Die gleichen Postender Gelieger waren offenbar schon von deren Aktiva abgezogen.Ist das richtig, so fehlen uns auf der Seite der Passiva noch dasKapital der Gesellschaft und der Gewinn und vielleicht auch Rück-lagen, von denen wir freilich auch sonst nichts hören.

Während ich es sonst vermeide, die mittelalterlichen Zahlen mitheutigen zu vergleichen, so reizt es mich doch, hier eine Ausnahmezu machen. Nach der von Oahn, Münz- und Geldgeschichte der imGroßherzogtum Baden vereinigten Gebiete 1, 384, gegebenen Tabellewar 1480 und 1499 bis 1512 der Goldgehalt des Goldguldens gleich-mäßig gleich 2,527 Gramm Peingold — 7,05 Goldmark. Da wirKapital, Gewinn und Rücklagen auf 165473 — 8135 fl = 157338 flsetzen müssen, so sind das 397 Küo 593,126 Gramm = 1109232,90Goldmark. Die Verschiebung in der Kaufkraft von damals bis1914 wäre weiter zu berechnen, wenn wir dafür einen irgendwiesicheren Schlüssel hätten. Den Vergleich mit heute zu ziehen wäreüberflüssig, denn heute steht die Geldgebarung der Welt vor einerKatastrophe sondergleichen.

Vergleichen wir damit andere Gesellschaften! Das Hauptgut derGesellschaft „Jakob Fugger und Gebrüder Söhne" belief sich 1511auf 245463 fl, doch kann man da die „liegenden Güter, Häuser,Hausrat und Silbergeschirr", das bei der Ravensburger Gesellschaftüberhaupt nicht erscheint, mit rund 32 000 fl noch abziehen, so daßein Verhältnis von 213 :132 herauskommen würde. Das Hauptgutder Nürnberger Welser betrug 1527 rund 66000 fl, das der Mutter-gesellschaft Welser-Vöhlin ist leider nicht genau bekannt. Die 1541begründete Gesellschaft Michael Behaim in Nürnberg hatte 12 000 flKapital, die des Claus von Rückingen (1487) von Prankfurt a. M.12000 fl, Claus Scheid ebenda 1490 12315 fl, 1 Hans Bromm ebenda1503 8000 fl. Die Gesellschaft Haug hatte 1531 ein Betriebskapitalvon 106184 fl. Die Gesellschaft Weißhaupt nur 3000 fl. Dietz be-rechnet freilich sehr unsicher für die Frankfurter Gesellschaft desJohann von Mehlem und Genossen ein Hauptgut von 60000 bis70000 fl, was ich stark bezweifle, 2 Apelbaum schon für die Baseler

1 Dietz, Alex., Frankfurter Handelsgeschichte 1, 231. 2 Dietz 1, 245.

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