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Zweites Buch. Organisation der Gesellschaft. 1. Kapitel. §5
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siner gesellschaft, ist miner herren zu Baffenspurg." x Ein GenueserFaktor der Gesellschaft nennt sich: „gestor societatis Alamanno-rum que dicitur de Josumpis." 2 In den allermeisten der im Originalerhaltenen Briefe an die Zöllner wird das Eigentum bezeichnet alsdas „des Noffre Humpiß und seiner Gesellschaft". In einem Ge-richtsurteil von 1454, das allerdings mir nur aus einem Eegest be-kannt ist, heißt es: „im Namen Ttel Huntpiss und der KaufleuteGesellschaft." 3 Das war so gebräuchlich, daß auch die außerhalbder Gesellschaft Stehenden sie zumeist so titulierten. 4
Mitunter heißt die Gesellschaft die Gesellschaft von Eavensburg, 5noch häufiger aber die große Gesellschaft. 6 Dabei war oft an einedaneben bestehende kleinere Eavensburger Handelsgesellschaft ge-dacht, die sich abgelöst hatte. So wird der Gegensatz zu der 1477abgezweigten Ankenreute-Gesellschaft deutlich, wenn das EegisterdesPeage von Valencia diese spanisch als Company a chica (klein) be-nennt. 7 Ähnlich 1458 der Mötteli-Gesellschaft gegenüber. Ob aberimmer dieser Gegensatz bestand, ist zweifelhaft, denn dann müßtenoch 1518 auch eine kleine Gesellschaft vorhanden gewesen sein.Jedenfalls klingt das Wort „große Gesellschaft" ganz anders, wennnicht von einer Eavensburger, sondern von der „societas magnaAlamanie" oder „Germaniae superioris" die Eede ist. 8 Am vollstentönt der Titel in einem Briefe der Stadt Konstanz: „de societatedictorum Humpis ex opido Eavenspurg, que comuniter diciturmagna societas mercatorum altioris Alamanie". 9
Es ist, da in welschen Landen sicher die formale Korrektheitgrößer war als in Deutschland, wohl kein Zweifel, daß die auchvon der Gesellschaft selbst zumeist angewendete Form mit demNamen des ersten Begierers: „Jos Humpis und seine Gesellschaft",die offizielle Firma war, die auch deutlich den Charakter des Ge-schäftes als eines Sondervermögens hervortreten läßt.
Die Eavensburger Gesellschaft hatte, wie wohl alle mittelalter-lichen Handelsgesellschaften und darüber hinaus viele Kaufleute^
1 Unten Zollbriefe 3, 202 ff. Vgl. Schulte 2, 245, 267.
2 Heyd 62.
3 Eieber in Württ. Viertel]ahrshefte, N. F., 12, 190.
4 Ältestes Beispiel 1426 compania de Joushompis in den Zollregistern au&Barcelona. Veröffentlicht von Häbler, Das Zollbuch der Deutschen in Barce-lona (1425—1440) und der deutsche Handel mit Katalonien bis zum Ausgangdes 16. Jahrhunderts, in den Württ. Viertel]ahrsheften für Landesgeschichte,N. F., 10,11. Diese Stelle 11, 358. 1435 Stadt Barcelona: dela companyia deJoushompis, Heyd 49. 1449 Genueser Notar societas que dicitur de Josumpis,Schulte 2, 163. Vgl. weiter Schulte 2, 87. Heyd 51 und 75.
5 Heyd 63 und öfter.
8 Heyd 69, 70. Schulte 2, 61, 79, 164 und 195. Dann auch in den Briefenan die Zöllner, die von der Gesellschaft selbst ausgingen.
7 Unten 3, 531.
8 Schulte 2, 60, 62, 77/ Heyd 72.
9 Heyd 76.