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1 (1923)
Entstehung
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Äußere Merkmale der Gesellschaft

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Bei der Notwendigkeit, die Rechtsverhältnisse au» den Tatsachenselbst abzuleiten, muß man auf eine gesonderte Darstellung desEechtes der Gesellschaft einerseits und seiner Anwendung im Wirt-schaftsleben andererseits verzichten; die Anwendung ist eine derHauptquellen für jenes.

Der Eeichtum an Berichten und Rechnungen gestattet weittiefere Einblicke als bei anderen mittelalterlichen Firmen.

Unter den Papieren der Gesellschaft erregten mir anfangs Aufzeich-nungen, die bei den Abrechnungen gedient haben und die Zeit von1497 bis 1525 umspannen, die größten Hoffnungen. Doch bei derBearbeitung wurden sie herabgestimmt. Sie reichen nicht dazuaus, um die genaue Gesamtsumme des Gesellschaftshauptgutes, dieAnteile der einzelnen Gesellen, den Gewinn, die Höhe des Um-satzes und andere Dinge zu erkennen. Aber soviel lehren sie unsdoch, daß eine genauere Behandlung sich wohl rechtfertigt.

Es sind in Einzelposten belegt die guten Schuldner, die zweifel-haften Schuldner,was wir sond", also die Gläubiger des Schuld-buches, ganze und halbe Gewinnung, die Ehrung für die Gesellen,was mandurch Gott" gab. Es finden sich weiter, wenn auch nichtfür alle Jahrgänge, Aufzeichnungen über die räumliche Verteilungdes Personals, über die Abrechnungen der Gelieger, über die Mängelder Rechnungen, über das, was als Schuld den Rechnungsführernausgelegt wurde, auch über einige andere Gegenstände, die bei derAbrechnung verhandelt wurden. Im ganzen ist es ein so reichesMaterial, daß man wohl sagen darf, daß für keine mittelalterlicheGesellschaft ähnlich genaue Auskunft möglich ist. 1

Eine genaue unabänderliche Firma hat die Gesellschaft nicht ge-führt. In den romanischen Landen nannten die Gesellen in offiziellenAuf Schriften entsprechend dem Landesgebrauch die Gesellschaft nachdem Namen des ersten Regierers. So trägt ein Brief nach Bourg enBresse die Adresse:Domino Koffre Hompis e compani a Burgen," 2und Waren, die in Valencia auf ein Schiff geladen wurden, wurdenbefördert:i nom de Jos Hompys e compania," sie waren inGenua an den Kommissionär konsigniertha vollontat de JosHompys e compania de Myllan." 3 So schrieb Hans Hinderofen inLyon auf seinen Brief:Dem ersamen wisen Josen Hompis und

Falke, Joli., Gesell, d. deutschen Handels 2, 334 ff. 5. Frankfurt. 1457.Claus und Craft Stalburg-Joh. Bromm, Auszug bei Kriegk, G. L., DeutschesBürgertum im Mittelalter, N. F., 435/36. 1487. Clas von Rückingen, JakobHeller und H. H. von Oppenheim, Auszug ebenda 446. 1502. Hans Brommd. ä. und d. j. und Friedrich Heyde, Abdruck ebenda 446451. 1558. KraftStalburg und Jacob v. Botzheim, ebenda 3, 451. 6. Köln. Um 1470, Ehe-leute Heinrich und Lisbeth v. Emmerichshaen Amt v. Westerburg. Kuske,Quellen z. Gesch. d. Kölner Handels und Verkehrs im Mittelalter 3, 31 f.

1 Eine Übersicht und einzelne Stellen im "" r ortlaut unten 3, 4451.

2 Unten 3, 226.

3 Unten 3, 233.

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