Äußere Merkmale der Gesellschaft. Zentrale
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Gewerbetreibende und Bauern ein besonderes Zeichen (Gemerk).Es findet sich nicht nur in Briefen, es dient vor allem als ein Ver-mögenszeichen auf Ballen, Waren, Briefen und findet sich in vielenBriefen. Manche der Faktoren hatten auch einen Signetstempel,der wohl als Bing getragen wurde — in Genf,St. Gallen und Bavensburg verwendete man es,der Kommissar in Bern führte es nicht. 1 In einemProzesse wurde das „Bitschitt" des Jos Humpißals die Gesellschaft bindend anerkannt. 2 DasZeichen bestand in einer welligen Bodenlinie,auf deren Mitte sich in längeren oder kürzeren sStrichen eine Linienfigur erhob, von einem mitt-leren Strich (oder Balken im Signet) gehen linksAbb. 2. ein zweiter und rechts zwei weitere aus. In der Abb. 3.^eich'n 8 P itze des ersten Striches ist durch einen Quer- Handels-derG-etell- str i cn em Kreuzzeichen hergestellt, wodurch das Z6 ^ er enschaft religiöse Element zum Ausdruck kommt. Der Humpis
Sinn dieses Zeichens wird dadurch klar, daßClaus im Steinhause es als „Baum" bezeichnet. 3 Ein Baum ohneBlätter aus drei Ästen bestehend. Zum ersten Male kommt es indem Schultheißschen Pormelbuch in einem Schreiben der Stadt Kon-stanz an Genua von 1408 vor, und zwar für Muntpratsche Waren. 4Vielleicht ist also dieses Zeichen auf die Muntprat zurück-zuführen.
Daneben wurde bei der Gesellschaft auch noch eineandere Marke gebraucht, die wohl sicher auf die Humpiszurückgeht; denn ihr Grundzeichen ist ein latei-nisches großes H. Auf dem Querbalken stehtein Kreuz mit einem, zwei oder drei Querbalken.In den Briefen an die Zöllner verwendet es regel-mäßig Moritz Hürus, der aber auch ein beson-deres Zeichen hatte, aber auch Konrad Bader,Hans Wigermann und der Agent in Bern. AuchLutz Geßler hat auf seiner Nürnberger Bech-nung von 1479/80 dieses Zeichen. Zum erstenMale kann ich es 1436 nachweisen. 5
Die Gesellschaft hatte also beim Zeichen fast
, völlig die ursprünglich rein persönliche Natur
der Marke überwunden, bei der Firmenbezeichnung war die ständige
Fortdauer noch nicht erreicht, auch gar nicht erstrebt, vielmehr blieb
1 Briefe an die Zöllner, unten 3, 202 ff.
2 Bieber in Württ. Vierteljahrsh., N. F., 12, 190.
3 Unten 3, 326.
4 Zeitschrift Gesch. des Oberrheins 4, 42. Man hat das Zeichen falsch ge-deutet, es ist deutlich das später allgemein gebrauchte.
5 Schulte 2, 159. Über die Zeichen der Mötteli-und Ankenreute-Gesellschaftenvgl. Buch 7. § 84. 85.
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Abb. 4.Handels-zeichen
derHüruss
vonKonstanz
Abb. ö.Siegel-stempel derGesellschaft
(geführt
von einem
Gelieger)
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