VlMcde.
samm /vnd Thenae schreier/ welche den mchrer theil Hencker / Schinder oder sonst leicht-fertige ^euteseind/ diebekriegen öffentlich d»e Welt / also das mans greiffen müß schreyenem Salb oder Aryney str alle ptestenauß. Für allen dmgen sorhümensiejhr Menschenschmalß ( da einfältige 4eut sich vbeneden lassen/das es ober alle andere Aryney sey )Vnddemnach sie etwan zemands vmb eingenandtebesoldungzüheilen vnd curiren angenom-men /vnd durch list das gelt züm theil von den 4eutcn züwegen b?acht/faren sie daruon/las-fenstch den Krancken/m»t Diebs Schmalyschm»eren/solangchngclust/Das ist ja em^Volle vnsinnigi. blindheit/ das etliche solchen leichtfertigen/ losen beuten/denen sie mtgerneinen qulden auffbozgtett/chnen ihre wolfahrt/gesunvthcit/leib vnd leben vertrawen.
Inn Summa/man gehet vast mit der Meditina (insonderheit bey vns Teutschen)also vmb / wie vot zelten die dollen rasende vnnd vnsinnige Bacchus Weyber mit dem gü-tm vnd frommen Ä^»heo vmbgangen sein o/welchen sie so jämerlich zeniffen/zürfleischet/endtlichen auch erbärmlichen vmbgebeacht haben Icderman will an diser hoch berümptenKunst zü Ritter werden. Es will sich doch hinfüro Mann vnnd Weib/ Reich vnnd Arm/ohnalle schew/sollicher schweren Kunst der Aryncy anmassen jederman curieren vnd hei-len/allerley starcke treibende Aryneyen einHtejsen vnno einschütten/die auch die sterckstettvndgröstkIeldtgurzen nicht möchten ertragen/geschweig erdulden.
Wie sich aber solliche freffenliche vermessene beut/verbrennen/vnnd schandtlich an-tauffen/das erfahren die armen Krancken/ mit ihrem grossen vnnd mercklichm schaden/da sieentweders keme gute vnnd gesunde stund mehr haben mögen / oder aber erlammenvnnd zü trippeln werden / vnd also zü letst mit der haut bezalcn/ vnnd erbärmlichen sterbenmüssen.
Wiewol dann sollichen Krancken züm theil nicht vnrecht geschicht/dieweil sie es alsohaben wollen. So sott man doch gleich wol solche Kälberaryet hernemmen/ vnnd die sel-bigen derblllicheit nach straffen. Darm so man einen Dieb henckt / ein Mörder attffdasAadlegt/warumb solte man dann nit/mtt »ollichen verwegenen Kutten gleichs falls vmb-gehn/dleweil sie nicht gelt oder güt allein / sonoer dcn edlen Schatz die Kesundtheit einemabstelen/die armen/ eilenden krancken 4eut/lam vnno zü krüppeln Machm/vnndanihremleben verkürHen.
Dißfals ist die Hohe vnnd weitberüniptt Schülevnnd Vmuersitetzü Montpelier/hoch zü preisen vnd loben / das sie solllche Kälber vnd Wtnckelartzet/so bald man jhr gewarwürt/laßtgefencklich einziehen/ vnd e»n zeitlang/damit sie die Kunst desto besser studieren/tmsper.'?n. Nachmals aber durch den Mchnchter ausführen/auff einem Hund dürrenReudigen vnnd Schebigen Esel/also seyen/das sie das angefleht gegen demhmdertheißkehrm/vnd den Esel beim schwantz halten müssen.Man führet vü schleistt sie demnach/mitgrossem spott vnnd schänden hien vnnd her/durch alle wmckel vnd gassen/ das sicvon jungvnd alt verspottet/mit kaat/stein/vnd anderm wüst gewo:ffen/vnd sämertichen zerschlagenwerden.Endtlich werden sie nach solchem schönen Schawspiel vnd Speetacul/ der Stattgsny vnd gar verwisen / vnnd da sie widerum b ertappet/ oder inn der Statt erfunden wer-den/müssen sie als dann solliche jhre ankunffe/mtt dem 4eib/ jämerlichen bezaten.
Solche Ei'empla solte man billlchen auch bey vns Teutschen hien vnd wider sta tu ie-w »/oderjaau <f das wenigst/andere Ä?dnung mit sollichen verwegenen Kälberäryten/MNtmen/damit doch die heilsame Kunst der Aryney/von meniglichennitsogar freuen-ltchengetrieben vnnd mißbraucht würde Dann so andere schlechte Handtierungcn oderHandtwercker Nicht zülassen noch gestatten/das einer jhr Handtwerck treibe/er habe dann^asselbige züuor von emem redlichen Meyster erlehrnet/ daraussgewandere/seine prob oderMeysterstuek gemacht/ das er auch für den o.'denlichen/ vnnd dazü bestellten Mcysttrn be-suchn mag/ wie vil mehr sollte ^dnunq inn diser hohen/fürtrejfenlichen vnnd schwere»»Kunst gehalten werden/die des Menschen 4eib vnd bebm vnderhanden hat.
a lii)