Vmrede.
eriben/die selbigen nachmals/ desellenden Pfennigs/vnd des schandtlichen müssiggangshalben/verlassen/vnd sollicher herzlicher Kunst/ m»t grostem vnd merekiichem schaden/ ih-res nächsten/sich vndernommen. Sondern auch etliche selbst gawachsene Medici/ welchekaum die Grammatik / ich geschweig die andere notwendige -»rr« gelehrnet haben/vnd al-so / endtweders durch Gelt/ oder aber durch gunst vnnd pzomotion/anderer/züjhrem Do-eto:at kommen/wicesdannleiverieymalsdahingerahten/dasmansolche vngelelme Ge-sellen/so leichtfertiger weiß/zä solltcher henlichm dignitet kommen laßt/welche doch billicheine sondere belohnung vnnd pr?m>um sem solte / des herzlichen Verhaltens / sondererTugendt/Kunstvnndgeschicklichkeit / Ztemdervilfalttgen gehabten "mühe vnnd arbeit/sotgvnndangst / noht vnnd gefahr/so man vilfaltiger weiß inn studys haben vnnd auß-stehnmüß.
Allhic finden sich auch hin vnnd her/etliche geltsüchtige vnd ehrgeizige Köpss/ welchedieweil siejhres ampts halben/mit Aryneyen vmbgehen müssen/sich auch ausserhalb jhretberüffs / diser kunst anmassen / vnnd da sie sotten die andern mit ernst oon solchem schädl?chen heilen vnnd curieren abmanen vnd abhalte»' )ren sie selbst zü vnderflehn sich/vnbe-dachter leichtfertiger weiß/den Kranckenzü Co» .ere«/vnd dic selbigen zü heilen/meinennicht änderst das es jhnen gebüre vnnd wol anstehe / wann sie die Artzneyen auch emschüt-ten/vndjhres gefallens eingeben.
An solchen Gesellen ist aber noch zü wenig/es müß auch der Teuffel rnnd seine glyd-Massen hierzu das beste thun/damit diese werde Gabe Gottes/ die heilsame Äryney mit füs-sen gedzetten/mißbzaucht/vnd dem Menschen Gisst für Honig gegeben werde. Dann damischen sich auch mit ein / die heilosen / von Gott verwozffene Juden / die Hexenmeister/Teuffel beschwerer/ Wachsgicsscrtn/ Segenspzccherm / vnnd was des gleichen vngezisserist/vnd vom leidigen Teuffel seinen vrspzung hat. Discn lausst man Haussen weiß zü/widerdas außtruekenliche gebott Gottes. Solliche Gottlose vnd verfluchte 4eut/werden für hal-be Götter gehalten/man tregtjhnen Gelt bey der schwere/jhres gefallene zü/dieweil diesel-ben Teuffels beschwörer / auß anschawung des Wassers/oder des Harns/nicht allein vonder Kranekheit/sonderauch vom Namen/ Stand/ Äermögen/vnnd allerley gelegcnheit/vnbekandter Person / welche sie niemals gesehen haben/ auß anzngung jhres Meisters/be-ncht geben können/Derselben arth vnd eigenschajft ist/Pas siejedcrman dahin weisewvvsjhre Kranckhelttn nicht von Natur / sondern von disemoder chencm alten Weib/so sie ver-zaubert habe / herkomme. Bungen also durch die lugerrjhres Eingebers/ des Sathans/Ehrliebende/fromme 4eutinn argwohn/richten bißiveilen iamer vnd noht an.
^ Deßgleichen thün diseauch/so dieKranckheften der Menschen vnnd des VihesmttSegen/Kreutzen/Charaetern/vnnd andern verglichen Nanenwerck heilen wollen. Ge-ben für wie dise Krankheit/ von disem oderzhenem Heiligen herkomme / erdichtendenKranekheitenseltzameNamcn / die weder sie noch andere ^eut versteh»/als 4eschd:opf-fen/ Böß beschrey/ Pfüpffen vnnd dergleichen/ wie es »hn zü Nacht getrewmet hat. Sol-liche heilose vnnd mit ^em Teuffel besessene ^eut / thün nichts anders/ dann das sie den na-men der Göttlichen Maiessat/vnnd der hochgelobten Dteyfaltigkeit mißbrauchen / damitdann dem Teuffel gevienet / vnnd züm höchsten wilfahret würt / der auch ohne zweijfttjhr Meister/ der lehret/ derfüretvnnd treibet siezü solchen schweren Sünden/ vnnd Miß-handlungen.
Es sagen aber solliche Gottlose ^eut / das sie keins wegs daran vnrecht thün/seittm-mal sie eitel lauttere vnnd herzliche gute wott gebrauchen / Ebenaber darumb sag ich/sollman die selbigen kems wegs zü dem Teuffels werek/vnnd zü dem schandtlichen gewinn niefeiltragen/ dielveil Gott Visen nit will für vnschuldtg halten/der seinen Namen mütwtlligmn Mund nimpt/vnd also mißbrauchet vnd entheiliget.
4etzlich kommen auch mit jhren Rücfköiben daher gelaussen/ die Handtfarer/ Würm-
samen/