Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
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Von Lrwöluug / rechter vnnd

Pcquemer^clt/cmjedeWurtzcl/Kmüt/ Blümen/

Gamcil/ vnd alle dergleichen Erdgewächs/zü

mancherley gebrauch/ein jüsamblcn.

I 7? jedes Gewächs zembt von der

Erden jhme bequeme vnnd dienstliche nahrung / durch diewurtzelan sich /die Bittern bitterkeit/dieSüjsen süsse nah-nnig/jegliehs nach seiner arth/ Derhalben die Gewächs/an solcher statt vnnd orth/auch in soicher gegend am voll-komlichsten gefunden werden / da sie jhregebürliche Nah-rung am rcichltchstcn gehaben mögen .Dan wie wirse.bstvor äugen sehen an einem orth odergegend/ nit allerley ge-waehs gefunden/ noch wachsen könden. Sollicher vrsaehhalb/ wachset jedes inn solchem gründ vnd solcher gegend/die seiner Natur vnd art am gleichförmigsten tst/ welchesabernit allein inn allerley gewachsen/sonder auch mn vilerlei Gethieren gcmercktwürt.

Aber von den wurtzlen wöllen wir ein anfangnemen/ welche in solcher zeit gegrabenwerden sollen/ da sie am aller vollkomnesten vnd krefftigsten seind/ welches dann bei jhn al-len inn gleicher zeit nit gefunden werden mag/wie dann von einer jeden insonderheit vnndbesonderm eapitelweitter angezeiget wlirt. Wtewol mans gemelnglich darfür haltet/dasder Herbst so bletter vnnd stengel verwclcket seind / die bequembste zeit sey allerley gewächswurtzlen zu graben.Etliche setzen den Irüling/vor vnd ehe die wurtzlen bletter oder stengelstossen/für die bequemestezeit. So du nün wurtzlen inn diseroderanderer bequemer zeitkünfftiger nohtdurfftcinsamlenwilt/solt du sie im Grund nicht abbuchen/ sonder gantzHerauß gewinnen/vnnd aber ein jede an sollicher statt vnd orth (auch hierinn die ^and archbetrachten) wie solliches einem jeden gewächs am gleichförmigsten/ da die wurtzel zimliehvollkommen/ doch nichtvon vberflWger nahrung zu grob oderzü geil/ deßgleiehm auchnicht von reuhe oder dürre/zü mager vnd verschrumpffen seie-

Den Grund/ Sand vnd Erdtreich wasch rein vnd sauber daruon/die vberstüjsigenneben Zincken vnd äugen / welche den Haupt wurtzlen im aufftrücknen jafft oder nahrungentziehen möchten/solt du sauber daruon reinigen/dann(ee erfordere es dann sonderlich dienothdurfft/ das du die wurtzlen frisch oder grün brauche mästest)solt du sie siktiglichen dör-ren oder aufftrücknen/ etlich in schattechtem lufft/als Epfsich/Fenchel/ vnnd blawe Hlienwurtzel/vnd andere dergleichen wurtzlen so klemer/dürrer vnd zarter seind. Etliche anderewurtzlen aber/müstu an der Sonne/mit starckem ^ufft/auch vnderweklen mit Fewr drückmn/als die grojsen Zaunrüben oder Schmerwurtz/ Entian wurtzel/re. Solcher wurtzlenwerdenetlieh runde scheüblein geschnitten/als die blawe Lilien wurtzel/aber von etlichenwürtallein dasjnner holtzig marckoder hültzcn Hertz daraus) genommen/als von der Epf-sich wurtzel/Fenchel wurtzet/vnnd petersilgen wurtzel» Doch solt du allezeit die wurtzlenwelche du aufftrücknen oder dörren wilt/ wo! vm bwenden/ hin vnnd wider keren/sonderli-cheninn trübem/ nassem vnd feuchtem Wetter/damit sie nit schimlecht werden/oder erfau!m Wann sie dann genügsamlich auffgedrücknetseind/sollen sie erhalten werden/das sieweder von heissem Sonnen schein/Rauch/ Staub/feuchttgkeit oder dergleichen/nicht ge-schediget werden mögen/ sonder inn der höhe/ reinem vnnd truckenem 4ufft/ re'.

Was von reinen subtilen vnnd zarten Wurtzlen ist/als Haselwurtz / Spargen wur-Hel vnd dergleichen/ die sollen nicht lenger dann ein jar behalten werden. Wiewol die weiß

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