Vomde.
Es ist aber an dem auch nicht genüg das sollicher grober / augenscheinlicher Miß-hzauch nicht gestrafft würt / Sonder das ist noch vil mehr zü erbarmen/ das sich auch vn-der den gelehrten beuten finden / die solche vngelehrte / vnnd jhres berüffs vergessene !eut/dürffen mit ihren offenen / vnnd inn dmck gegebenen schmben/ eommmdieren vnd loben/vnd biß »nn den Himmel erheben/vnnd fürgeben / wie das sie etwas sonders erfunden /wieman dieoderjheneKranck^ntsolleheilen/ wie aber solche patroni mttjhren Clienten be-stchn/laß ich sie dafür sorgen.
Diß falsseindaber auch etliche wol bestalte polieeienzü rhümen/welche weißlich vißlöblich gewdnet/vnndfürsehen haben/das keiner sich diser Kunst anmassen/hiemitvmb-gehn/vnd die selbe üben soll/er seye dann von einer löblichen Vmuersitet züuot examiniert/appzobiert/vnd düchtig erkandt worden. Gott wolte aber das solches an allen ottcn beschehe/vnd hiervber fleissig gehalten wurde/es solte diß wegs vil vnraht vermitten pleibm / vndmancher seine gesundtheit vnnd leben behalten / der sonst züm lamen Krüppel werdenmüß.
-Oberzelte mißb:euch vnnd Vno^dnungen/auch was schadensauß denselben erfol-ge/hab ich Gütheryigervnndgetrewerme»nung/außgütem vnd Chnstlichemeiffcr/ da-rumb so weitleifsig erzehlen müssen / auffdas fromme einfältige ^eut gewarnet / vnnd sichvozjhremselbs grossen schaden zü verhüten wissen. Wer nun sollichegetrewewarnunqannemen will/wol vnnd güt/ der ist gewarnet/wer nicht/ der lauffjmmer hin/vnnd bzauchsollicher Gesellen raht vnnd hilff / der würt mit der zeit erfahren / was er für nuy daruvi»empfahet.
Demnach aberzüm offterninal inn der Haußhaltung/vndsonsta»»
vnbequemen ochten/vil schlechtevnnd kleine Haußkranekheiten hm vnnd her sich erheben/die endtweders keinen Aryet erfordern/ oder aber der Krancken vnnd des Ätts gelegcnheitnicht »st/die Artzet zü berüffen vnd fordern / damit nün in disem fall die Krancken nicht garverderben vnd vmbkommen/oder aber sich für der Winckel vnd Kelbenirtzten Cu: vnd Hei-lung hüten/ vnnd jhrer Artzney müsstg gehn möchten / seind derhalben etliche gütherslge/fromme vnnd gelehrte ^eut dahin bewegtwozden/ dem gemeinen nutz zü güt/ das sichreKreutterbücher »nn Teutscher sprach/ im truck öffentlich haben lassen außgehndannn siedann aller Kreuuer/nicht allein fo?m vnnd gestalt/mit andern notwendigen vmbstendcn/damit sie desto mehr bekanvt würden/ Sondern auch jhre Krafft vnnd Würckung/ nebendem rechten brauch / zum fleissigsten haben beschnben / damit der gemein Mann / vnd an-dere Gottselige ^eut/ für das erste auß solchen Büchern/ das geschöpffGottes/die schönenvnnd holdseligen Kreutlein anschawen/ betrachten/ vnnd Gottes wunderbarliche vnauß-fpttchliche Weißheit/Macht vnnd Krafft/lehrneten erkennen/vnnd jhme für solliche herz-liche Gnaden pon hertzen dancken. Darnach auch die anderen/ welche endtweders garkranck / oder aber sonst blöd vnd schwach seind / sich im fall der noht/darmn zü ersehen/wasihnen/sonderlich »nn gemeinen fürfallenden Kranckheiten / zü befürderung vnd erhaltnngjhrer gcsundthelt/dienstlich/hiera»eß lehrnen vnd nemen.
Demnach haben sie auch hiemit dienen vnnd wlllfaren wöllen/vilen ehrliebende«beuten / die eine sonderliche lustvnnd anmüt / inn erkundigung der Natürlichen gewächyvnd Kreutter haben/damit sie dieselben/ durch die bey gedruckten siguren / sampt jren Reff-ten vnnd rechtem bkiuch / erkennen lehrntten / sich damit erlustigen/vnnd chre sondere er-^ötzunghetten.
Vnder andern aber so von den Kreuttern/ in Teutscher sprach geschriben/würt hochvnd sehr gelobt diß herrlich vnnd nützlich Büch / so weylandt der Ehrwürdig Her: ^ l ^^ V8 öOdK mit höchstem fleiß/ grosser mühe vnndardctt/außlangwir^
ger selbst eigener erfahrung/ züsamen beacht geschr»ben vndaußgehn lassen. Vnnd »st al-so dises