Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
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KuGer mw Eummartscher

Bericht/wie manallerley Kreutter vnd

Blumcil / auffdas ctnfaltlgcst distil-

lieren soll.

Zewol die dlsilllterllng der Kreutter/

Blümen/Wurtzlen/oderandercr Materien/von welchen

man eme Feu chte vnd Wasser will abziehen/ auffvtl vnno^ mancherley selyame künstliche weise/so wo! vom gemeinenMann/als sonst von kunstreichen Alchimisten/pflegetbesehehen Jedoch so ist dtc^hcnige/wclche durchs Iewr be-schlcht/allwegen für die gemeinestc/geb?euchlichstevnd be-ste/vastvon jederman gehalten wo:den. Dann diejhentge/welche vermittelst der Sonnen geschieht / dicselbige magvast nirgends besser/dann allein inn gar heissen vnnd wär-mt wandern/oder aber zu sehr grosser hitziger zeit/gebmuchkwerdcn.Es were dann das man wolte/die schönen vnnd zarten blümlein dardurch distlllie-ren /solltchsgeschichtaberaujfnachfolgendewelse. Manschet das GlaßdarinndieMa-tmenist/ welche man distMicrenwill/ sampt seinem Recipienten Glaßvberein HaussenSands/wa die Gonneam hefftigsten vnd hetssesten scheinet/vnnd zeucht/also durchwür-ckung der hitzigen Sonnen streimen/ die Feuchte von obgenandten Materien. Die dntteaber/welche weder durchs Fewr/ oder Mittel der Sonnen/sonder allein durch sonder putre-ficierungdendistllltercnden Materien besehehen pfleget/ist beydem gemeinen Mannsehr vnb:euchlich/ bey den andern aber nicht so gar gemem.

Von den Instrumenten so züm

Dtsilllteren von nötcn/vnd erst-lich vom Fewr.

Ader allen Instrumenten/ welche man züm distillierenzübzauchen pfleget/ist das^)Fewrdas fürnemöste/vndallgemeinest/dann es vastzüallemDtsttllmen gebrauchtmuß werden.So vll dann solliches Fewr belanget/ soll dasselbig nit von bösen feuch-ten Kolen/oder stmckendem Holtz/sonder von gütem/dzuckenem Holtz / vnd wolgebrand-ten Kolen gemacht vnd gebraucht werden.

Dann das böse vnd faul holy / machet grossen Rauch / verunreiniget vnnd verderbetdie gewandte Wasser. Darnach soll man auch sehen /welche Materien die man Disttllle-ren will/groß vnd streng/ oder welche Mittel mesttg vnd Mlichcs Fewr will haben. Danndie Kreutter/welche einer subtilen substantz seind/mögen kein groß oder streng/sonder gantzeinmittelmestig Fewr erleiden.

Also weiche etwas gröber vnnd harter Substantz/die selben müß man/nicht mitten^