Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
Seite
333r
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Namen vnd Würcknng lll Theil. ?))

Jerduttechetl/Von Stauden/

Hecken vnd Bäumen / so innvnsem Teutschen

Landen wachsen /sampt »hm?» Änderschctd/)!a-. mcnvnpWürckungcn.

Echwemme.Lap.t.

Zlvnd mancherley Schweminewacö-

sm im Teutschen lande/die besten aber vnderjnen allen innderkoste/seinddie Frülmg/soimApüllen / blßzümanfangdeß Meyens/in etlichen graßgarte/ bey den alten ^>bs Beu ^men/nicht weit von den wurtzeln/gesehen werden.Doch fin- ^det man gerhürte Schwemme auch mn etlichen Walden/auffsandechtem Erdtrich am Rheinstrom. Die form vnndgestalt diser Schwemme ist rund sinwel als ein Hütlein/außwendig voller löchlein/ gleich wie die Honig rasen / oderder Byenen Heußlein anzusehen/ von färben gantz graw.

Werden zur Speiß zu niesten / zu vo? inn heissem Wasser k.ttquellet/darnach mit wurtz vnd Buttern abbereit/vnd fürgttragen. Gemelte Schwem- Mo:chelle».mverwelckcn vnd verdo:ren im Meyen/ werden affter der zeit/im gantzen jar nicht mehrMnDannenher ein sprichwort auffkommen/Au wächst vnd nimest zu wie die Mo:- ^clzeltmMeyen.

DieanderevndgemeineKoch schwemme wachsen ausfdenHeyden/auffgraßech-tenäckern/inn den dunen Wysen/vnd am aller meysten/da das Rindk vihe zu weyden ge- ^hct. Werden im B:achmonat (wann es feucht wetter ist) züm ersten ersehen/ biß inn den Heiderlmg.Wnwnat/Eö wachsen auch dise vnd andere Schwemme nicht/es seye dann züuor einrcgmwetter angeftanden.Darumb kommen sie ein jar früer/dann das ander/auß derEr- ^ ,dcngeschloffen/wie runde bzeyte Hütlein/ die seind gegen der Erden schön b.'aunfarb/vnd 'MndemHimmel mit bleyfarben Hütlein vberzogen/ welche vom Koch müssen züuor/^siezürSpeißdienen/abgeschelet werden/ darnach mag man sie/wie die erst gemelteMchellen quellen/vnnd mit Buttern vnd Wurtz abbcreitcn.

Etlicheaber braten gegenwertige Schwemme aUffKolen/thün nichts mehrdarzüdann Saltz/wie es eim jeden gefallet.

Die dttttcn soauch inn derSpeiß genützet werden/wachsen in hohen finstern Wal- F.dm von färben gantz weiß/rund/etliche b:eitter dann ein Deller/ die geben/wann sie zer-b:oche seind weisst scharpffe hitzige Mtlch/heisserausfderzuygendanPfefferwurtz.DtseMn diearme-Leutim Odenwald mit Saltz/auffglüenden Kolen jhn zur Speise.

Btevicrdten vn gemeyne Schwemme/ findet man auch inn den feuchten Walden^Mn/von färben schön gal/dise dienen auch dem Koch/der quellet sie/vnd nach dem sie Rehling.gc^ckttwerden/pflegt er sie mit Buttern /Ingber / vnd Essig ab zu bereitten.

^ ^bgemelter Schwemme findet man noch ein geschlecht inn wässerigen feuchtendie seind gantz zinnelecht / gleich dem grawen Mooß auffden alten Be umen.^l>e Echwetne semd züm theil gantz gal/züm theil bleychweiß / vn leibfarb/wachsen gerntasaMoltz llgt/semd gantz safftig/on zweiffel ein kalte/vngcsundc/vnuerdawlicheSpesse.Km fünfften findet man in etlichen hohe Walden/als im Odenwald/ gantz braun- ^