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und ihre Spuren verwehen. Aber wenn sie recht und volks-tümlich gelebt haben, dann haben sie nicht umsonst gelebt.Sie haben ihre Pflicht getan, sie haben gelebt und gearbeitet fürihre Lieben und für ihre Heimat. — Unsere Bauersleute sind keinePhilosophen und keine Kopfhänger, aber sie haben eine groß-artige, volkstümlicheLebensauffassung und eineWeltanschauung, die sie fromm und glücklich macht.In Piatos Euthyphron lesen wir über die Frömmigkeit, sie sei dieEinordnung des Menschen und des menschlichen Willens unterGott und die Betätigung des Guten nach dem göttlichen Willen.Mit dieser Frömmigkeit beten auch unsere Landleute jeden Tagim Vaterunser: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, allso auchauf Erden". Sie wissen ferner aus der Schule, dafz jede Arbeit,auch die niederste und schwerste, ein Gottesdienst ist, wenn siein der rechten Meinung, Gott zuliebe, verrichtet wird. Ebendarum betet die Hausfrau jeden Morgen den Ihrigen „d i egute Meinung" laut vor: „Alles, was ich heute denken oderreden, tun oder leiden werde, opfere ich Dir auf, o mein Gott,in Vereinigung mit dem bitteren Leiden und Sterben Jesu Christi".Und alle haben dann die frohe Hoffnung und Ueberzeugung,dafz ihre Arbeiten und ihre gute Meinung bei der irdischenPflichterfüllung zugleich auch für das Jenseits verdienstlich undGott wohlgefällig ist, so dafz er ihnen auch nach dem Tode nochewigen Lohn und ewige Seligkeit dafür verleihen wird.
Das ist der Grundpfeiler und das feste Fundament,auf dem unser ganzes Volkstum und Volksleben ruht, an demes auch in den schwersten Arbeiten, in den härtesten Prüfungenund Nöten des Lebens standhaft und vertrauensvoll festhält. —Diese grofzartige religiöse Lebensauffassung und Weltanschau-ung hat unser Volk aber aus der christlichen Religion, aus denLehren der Kirche. Es ist darum ganz natürlich und durchausnicht zufällig, dafz der gröfzte Teil unseres Volkstumes mit demalten christlichen Kirchentume und Kirchenjahre in engsterVerbindung steht. — Aus derselben volkstümlichen und christ-lichen Lebensauffassung erwächst bei unserem Volkeauch die regelmäßige und enge Verbindung von Arbeit undGebet, die Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit und die strengeJugenderziehung in der Familie und in der Gemeinde, in derKirche und in der Schule.
Bei der häuslichen Erziehung müssen auch diealten, vorchristlichen Götter und ihre Boten bis heute noch
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