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Volkstum und Kirchenjahr : ein Beitrag zur Volkskunde der Pfalz
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gebotenen Ferkel sind zumeist ganz kleine Milchschweine, dienoch nicht allein fressen können, selten Läufer. Aber sie sindalle teuer; dennbei einer Sau mulz man das Leben mitbezah-len", nicht blofz das Gewicht. Der Bauer wählt lange und vor-sichtig. Er nimmt bei gleicher Qualität lieber eine Bache alseinenBerg". Nach einigen Wochen kommt dann derGölsen-häler", der sie verschneidet und dann heilt, damit sie bessergedeihen und rascher fett werden. - Anfangs brauchen diejungen Schweine viele Milch und gute Pflege, damit sie nichtden Rufz" bekommen. Nach % Jahren aber, um Weihnachten,wenn der Haferschrot und die Bollmehlstumpen unddie Sau-grumbeere", d. h. die für sie ausgelesenen kleinen und ange-hackten Futterkartoffeln zu Ende gehen, wenn die Kälte strengund die Fütterung beschwerlich wird, dann müssen die Schweinegrofz und fett und schlachtreif sein. Dann ist im Dorfe die Zeitder Metzelsuppen. Schweinefleisch mit Kartoffeln und Sauer-kraut sind eine Hauptnahrung der Bauersleute über Winter,wenn es gilt die im Sommer verbrauchten Kräfte in der Winter-ruhe wieder aufzufrischen.

Auch das ist ein Stück Volkstum, doch ohne Zusammen-hang mit dem Kirchenjahr, ein Ausschnitt aus dem ländlichenWerktage und ein Strafzenbild, wie sie früher in unseren Dör-fern alljährlich vielfach wiederkehrten. Wer es recht verstand,konnte auch daraus nach saueren Arbeitswochen eine gewisseErholung und Freude und Abwechslung schöpfen. Und dazuwaren wir Jungen, die Buben und Mädchen, immer bereit undfähig. An Glückshunger ist darum bei uns niemand gestorben.Jedes Dorfkind bekam mindestens einen bescheidenen Teilvon Jugendglück mit ins Leben. Das Glück wuchsuns, bei richtiger Veranlagung, ungesucht schon aus dem viel-seitigen Leben des Alltages und steigerte sich durch die viel-fältigen Freuden und Genüsse in der uns umgebenden Naturund Landschaft, durch den steten Wechsel von Arbeiten undErholungen, durch den engen Anschlufz an das immer wiederneu beglückende Sonnenjahr und Kirchenjahr und durch die unsallen angeborene und anerzogene Liebe zu dieser herrlichenUmwelt, zu Gott, der sie erschaffen, und zu den vielen tüchtigenund braven Menschen, die sie als treue Kameraden, alsFreunde und Freundinnen frisch und froh gemeinsam mit unserleben und geniefzen wollten und durften.

Wohl verblühen und wechseln auch die Menschen