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weifzen „Porzellantassen". — Noch lauter als diese schreit „derLöffelegiefz aus Paris", der zerbrochene Zinnlöffel mit grofzerFixigkeit auf der Strafze umgiefzt und altes Zinn, Blei und Lum-pen gegen neue Bleilöffel, Litzen und Bildchen eintauscht. —Lauter fahrende, nicht selten auch gefährliche Kulturträger, dieunsere Dörfer durchschreien und besonders die kauflustige undschaulustige Jugend zu sich auf die Strafze locken.
Der Strafzenlärm und der Ortsverkehr macht oft auchauf die älteren Leute noch heftige Eindrücke. So z. B. wenn dieSchelle des Dorfbüttels ertönt und darnach der angstvolle Aus-ruf: „Der Einnehmer esch dol" oder „Morge kummt der Werfel-katör", d. h. der Verifikator; „alle Malze und Gewichte müssenzu ihm aufs Gemeindehaus gebracht und bei Strafe neu ge-stempelt werden." — Ein andermal geht der lästige Schorn-steinfeger durch die Strafzen und Häuser, oder ein Gendarm,oder der Hussier mit einem Strafbefehl, mit Mahnungen oderPfändungen wegen rückständiger Steuern oder wegen einesProtokolles für eine Tracht Holz oder Streu, die in der Not un-befugt im Walde geholt wurden.
In dieses Strafzenbild gehören auch die Viehhändler,die alle in der Wirtschaft entbehrlichen Tiere billig kaufen, diedem Bauern nötigen Räuplinge und Milchkühe aber ihm teuerverkaufen wollen. Dazu bringen die Händler zumeist minder-wertige und abgemolkene Tiere, die sie sauber aufputzen. IhreRinder tragen alle Strohzöpfe, in die je ein rotes Band einge-flochten ist, aufrecht über der Stirne, zum Zeichen dafz sie ver-käuflich sind. -— Der Bauer feilscht oft lange und laut mit demHändler um den wirklichen Wert und Preis eines Tieres fest-zustellen, das er nachher viel besser und billiger direkt beieinem anderen Bauern des Viehstriches kauft. — Beim Verkaufehat der Bauer immer Verlust. Dabei werden alle Fehler derTiere vom Händler genau aufgezählt, sodafz sie stets ohne Ga-rantie abgegeben werden, „wie die Kett' fällt". — Verkauft erFettvieh nach Gewicht, dann werden den Tieren Kopf und Halsund Unterschenkel abgeschnitten, die Haut abgezogen und alleEingeweide ausgenommen, ehe sie auf die Wage gelegt werden.Dann ist das Gewicht allemal verblüffend gering und die Zah-lung läfzt oft noch sehr lange auf sich warten.
Nicht rentabler aber einfacher ist für den Bauern derSchweinekauf. Jedes Frühjahr läfzt der Sauhändler durchdas Dorf hin ausrufen: „Sau fäl uf Borig". Die auf Borg feil