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Bild mit Bütte und Hotte und Mosterkolben vor einem grünenWeinberge hing einst in vielen pfälzischen Häusern und Winzer-stuben. Jetzt ist es selten geworden wie die guten Weinjahre.Der moderne Kunstwein gedeiht angeblich auch ohne Sonneund ohne Frömmigkeit. Er braucht nur Freiheit und Handels-schutz. Unsere pfälzischen Winzer aber sind noch immer ab-hängig von des Himmels Gunst und Segen.
Wie „die lange Nacht" am 21. Dezember, so ist auch „derlangeTag" oderderG'hanstag, am 24. Juni, der Tag-der Sommer-Sonnenwende, der Todestag des alten deutschenSonnengottes, noch von volkstümlichen Sagen und Gebräuchenumrahmt.
In der Kirche ist der hl. Johannes „der Ausdruck des AltenTestamentes". Sein Geburtsfest ist duplex erster Klasse mitOktav. Es wird am Sonntage vor Peter und Paul gefeiert, zurZeit, wo die Tage abzunehmen beginnen, im Gegensatz zumChristfeste, von dem an die Tage wieder zunehmen. — Allge-mein bekannt sind die Legenden von der Geburt des hl. Johannesnach dem Evangelisten Lukas I 57—68 und sein Tod durchHerodias- Bekannt sind auch die herrlichen, bei uns viel ver-breiteten Kinderbilder von Murillo und anderen grofzen Mei-stern, auf denen St. Johannes und Christus zu Füfzen der hl.Maria miteinander spielen.
Im Volksglauben ist der G'hanstag ein Unglückstag ersterOrdnung. Da mufz auf jede Weise ein Mensch ums Lebenkommen: Einer mufz „gählinge" sterben, einer mufz ertrinken,einer totfallen, einer erstochen werden und einer mufz das Beinbrechen. Darum darf man auf G'hanstag nicht baden gehen,nicht auf Bäume steigen, sich nicht in Gefahr begeben.—. Einer, der diesem Geschicke entgehen wollte, legte sich amG'hanstag ins Bett. Da kam gegen Abend eine Fliege undquälte ihn so lange, bis er nach ihr an die Wand trat. Und dabeibrach er den Fufz.
Am Vorabende von G'hanstag wird vor den Dörfern deroberen Haardt auf einem Kreuzwege oder auf einer Anhöhe,die von weither sichtbar ist, jedes Jahr das G'hansfeuerangezündet. Ich habe das als Gymnasiast wiederholt in Arzheimmiterlebt, wo wir es am Wege vor dem Dorfe, auf der Höhegegen Godramstein, ansteckten. Von dort sahen wir die Johan-nisfeuer von Gleisweiler und Frankweiler und von vielen anderenHaardtdörfern. Also wurden auch wir von weither gesehen.
Zum Johannisfeuer sammelten die gröfzeren Schulbuben am
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nmi