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etc. gesungen wird. Daran schliefzt sich jedesmal ein B i 11 -a m t um die Barmherzigkeit Gottes anzuflehen und um seinenSegen für die Güter der Erde, für das tägliche Brot, zu erbitten.—■ In Speyer und in vielen anderen Städten und Dörfern gehendiese Bittprozessionen nur um die Kirche- Wo nahe Filial-kirchen sind, geht man Montags „m it den Kreuzer n", mitKreuz und Fahne zur Pfarrkirche und zurück; Dienstags vonder Pfarrkirche zur Filiale und zurück; Mittwochs und Donners-tags wiederholt sich dieser Wechsel.
So zogen die Dernbacher,. die Ramberger und die Eufzer-thaler seit dem 30 jährigen Kriege bis 1817 mit ihrer Bittprozes-sion jedesmal 5 / 4 Stunden Weges in ihre Pfarrkirche nachAlbersweiler und wurden dort vor dem Dorfe mit Kreuz undFahnen von ihrem Pfarrer empfangen. Seit 1817 ziehen dieDernbacher in jeder Bittwoche dreimal „mit den Kreuzern" inihre neue Pfarrkirche nach Ramberg, Die Ramberger ziehenihnen in Prozession halbwegs entgegen, bilden links und rechtsder Strafze Spalier und lassen sie durch ihre Reihen zur Kirchevoranziehen.
Am zweiten Bittage erhält die Ramberger Prozession vorDernbach den gleichen, feierlichen Empfang. Dasselbe wieder-holt sich bei den Bittprozessionen auch Mittwochs und Donners-tags. Die mit Spalierbildung empfangende Gemeinde bildetjedesmal auch wieder Spalier beim Abschied der Nachbarge-meinde. Darum ist es Ehrensache für die Gemeindebürger indiesem Spalier und beim Durchzuge durch dasselbe jedesmalmöglichst stramm und schmuck und vollzählig dabei zu sein.
Voran ziehen natürlich voll Selbstbewufztsein die Schul-buben. Ihre Augen leuchten voll Glück und Stolz, freilich nichtimmer auch voll Andacht. Frömmer und tugendsamer blickenschon die laut betenden Schulmädchen und hinter ihnen dieJungfrauen. An diese schliefzen sich als Mittelpunkt der Pfarrerund seine Mefzdiener in hellen, kirchlichen Gewändern und derSängerchor. Diesen folgen die Männer und Jungmänner, DenSchlufz bilden die Frauen. — Gesungen wird zuerst die Aller-heiligen-Litanei. Gebetet wird gleichzeitig der Rosenkranz, undwas sonst der Pfarrer und Lehrer und die Vorbeter anstimmen.Nach dem Bittamte ist jedesmal eine kurze Frühstückspause,bis die beiden Prozessionen sich zum Rückwege ordnen. Indieser Pause bieten die Bäcker ihre duftigen, frischen Weckevor der Kirche feil und es ist Sache der Eltern und Verwandtenihren Angehörigen, insbesondere ihrer jungen, stets hungrigen