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widersagen alle und glauben alle und singen zuletzt dasW e i h e 1 i e d : „Fest soll mein Taufbund immer stehen. —Ich will die-Kirche hören. — Sie soll mich allzeit gläubig sehen"etc. und die ganze Gemeinde singt dieses Gelöbnis feierlich mit
Damit und mit dem sakramentalen Segen schliefzt diekirchliche Feier des Weifzensonntages. Der Pfarrer schenktdarnach jedem Kinde zum Andenken an seinen Weifzensonntagim Pfarrhause noch ein „Kommunionbil d", das auf seinenNamen ausgestellt ist, und das gewöhnlich eingerahmt wird.
Zur Festfeier der Erstkommunion in der Familie werdenvon den Kommunionkindern nach alter Sitte die Taufpaten unddie nächsten Verwandten auch persönlich zum Mittagessen undzum Nachmittags-Kaffee eingeladen und abgeholt. — Das Essenist zumeist sehr einfach, weil alle, insbesondere die Müttermorgens beim Ehrentage ihrer Kinder in der Kirche dabei seinwollen, und weil die Kinder, die vom Vorabende an nüchternbleiben müssen, erst nach ihrer Kommunion, kurz vor Mittag,ihren Morgenkaffee erhalten. Reichlich ist dagegen der Nach-mittagskaffee. Er wird mit verschiedenen Kuchen serviert undzuletzt mit Braten und Wein verstärkt.
Nach dem Kaffee wird den Buben und den Mädchen „i h rBündel geschnürt", d. h. jedes erhält von seinen Eltern einenkleinen Bundkuchen und sechs farbige Ostereier in eine weifzeServiette eingebunden; dazu etwas Geld. Damit gehen sie aufdie Wanderschaft. Die Kerzenträger und Kerzenträgerinnentrugen einst jedem von uns sein Bündel voraus bis über die Ge-markungsgrenze. Dort setzten sich die Kinder, bei günstigemWetter umgeben von ihren jüngeren Freunden und Freundinnen,nieder, öffneten ihre Bündel und afzen, wenn sie noch konnten,und verteilten ihren übrigen Kuchen und ihre Eier. Die Bubenkauften manchmal auch ein Glas Wein, die Mädchen Kandel-zucker. Dann begannen sie zu spielen und miteinander frommeLieder zu singen. Gegen Abend kehrten sie von ihrem Auszugenachhause zurück um nochmals einen kurzen Kirchenbesuch zumachen.
Bis dahin hatten sie zu den Kleinen gezählt, zu den „Bar-füfzigen" und Schulpflichtigen. Von jetzt an zählen sie zu denG r o fz e n, zu den Erwachsenen, die im Hause mitzuraten,mitzusorgen und mitzuarbeiten hatten; denn mit der Erstkom-munion war einst auch die Schulentlassung verbunden.
Dafz aber der neue Lebensabschnitt und der Ueber-gang von der Schule zum freien Leben nicht zu plötzlich und
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