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mol in d' Kerich!" Später: „Das zweitemol in d' Kerich!" unddann: „Das letztemol in d' Kerich!" Das schreien sie so laut,dafz es niemand überhören kann. Dafür dürfen sie am Karsams-tag, gleich „noch der Kerich", ihren Osterhas von Haus zu Haussammeln.
Auch im Speyerer Dom ruft noch diegröfzeRaspel, dievom Glöckner gedreht wird, an den drei Kartagen von derwestlichen Kuppel zu den Gottesdiensten. Auch dort werdendie Altarschellen durch Holzklappern ersetzt.
Zum Einsammeln ihres Osterhasen kommen die Gärrbubenmit einer Sammelbüchse und mit einem Spreukorbe. Sie rufenschon im Hausgange: „Gute Morge! Hot der Has gelegt?"Diese Frage wird bejaht und sie erhalten in der Regel 10 Pfg.oder ein frisches Ei; manchmal, besonders wenn Kinder vomHause mitsammeln, auch das Doppelte. Diese Gaben werdenam Schlüsse unter die grofzen Gärrbuben, d. h. unter die Bubender obersten Volksschulklasse, gleichmäfzig als Osterhas ver-teilt. Diese Buben waren früher zugleich auch die männlichenNachtmahlkinder und darum an Ostern zum letzenmale gleich-sam die Patenkinder des ganzen Dorfes.
Der Gründonnerstag hat seinen Namen wohl von dengrünen Gewändern, die früher in der Kirche dabei gebräuchlichwaren. Das Volkstum aber deutet zur Erklärung hin auf dasGrüne in der Natur und auf dem Mittagstische und sagt: „AmGründonnerstag müssen alle Familien grüne Gemüse essen;dann bleiben sie das ganze Jahr über verschont von Schnaken,Insektenstichen und anderen Uebeln." — Da aber an den dreiletzten Kartagen bis 1914 alle Fleischspeisen bei uns strengeverboten waren, schmeckten die ungeschmälzten Gemüseschlecht und wurden darum am Gründonnerstag nur selten auf-getischt. Heute werden sie mit Erlaubnis der Kirche geschmälztund durch ein Osterei für jeden Esser verbessert
Am Gründonnerstag beginnt der volkstümliche Oster-has in allen Familien seine Tätigkeit. Er legt abgekochte,farbige Ostereier zunächst zur Probe, dann um so fleifziger, jefester die Mutter ihm „die Britsch klopft". Darum baut sichjedes Kind vom 4. bis zum 13. Lebensjahre zwischen Grün-donnerstag und Ostern sein „Hasegärtel" in den Hausgarten.
Das Hasegärtel ist ein mit Holzstäbchen umstecktes,rundes Hasennest mit breitem Eingang. Sein Boden und seinZugang werden mit jungem, grünem Gras und mit den ersten,